Alea Aquarius - Der Ruf des Wassers
Written by Martina Ernst |
 
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Bekannt wurde Autorin Tanya Stewner mit der Liliane Susewind-Kinderbuch-Reihe. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt Tanya Stewner auch All-Age-Romane wie „Das Lied der Träumerin“. „Alea Aquarius – Der Ruf des Wassers“ bildet den Start für eine neue Kinderbuch-Reihe. Vor kaltem Wasser muss sich Alea schützen. Es könnte sonst ihren Tod bedeuten.

Ihre Knubbel an Händen, Füßen und hinter den Ohren versteckt Alea so gut es geht. Niemand soll wissen, dass sie an einer seltenen Krankheit leidet. Aleas Pflegemutter Marianne erleidet einen Herzinfarkt. Alea hat Angst, dass sie in eine andere Pflegefamilie gesteckt wird. Im Hamburger Hafen lernt Alea die Bande Alpha Cru kennen. Sie leben von Straßenmusik und sind mit gerade mit einem Segelschiff angekommen. Alea fühlt sich zu Sammy, Ben und Tess hingezogen. Erst wird sie von Ben zum Essen aufs Schiff eingeladen, und dann hat Sammy eine spontane Idee. Er will unbedingt, dass Alea in ihre Bande aufgenommen wird.  

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Der Einstieg mit dem Alea-Aquarius-Lied ist sehr gelungen. Von der fröhlichen Stimmung geht es in eine traurige über. Der Kontrast wirkt etwas hart. Cover und Titel haben hohe Erwartungen geweckt. Die Geschichte startet eher langsam mit der verzweifelten Alea und dem Kennenlernen der Vier. Was am Anfang gar nicht auftaucht, sind Fantasyelemente. Dafür überschlagen sich für Alea die Ereignisse. Ist ein Leben auf dem Schiff für sie möglich? Alle Vier sind musikalisch talentiert. Das ist ein unterhaltsames und interessantes Detail. Aleas rätselhafte Krankheit weckt die Neugierde. Es lässt sich erahnen, dass mehr dahinter steckt. Die Erwachsenen entpuppen sich als Beiwerk. Der 18-Jährige Ben übernimmt nicht nur die Verantwortung für seinen jüngeren Bruder Sammy. Der Charme der Geschichte nimmt zu, sobald das Segelschiff Crucis startet. Alea kommt ihrem Geheimnis auf die Spur. Endlich finden auch die Fantasyelemente Einzug in die Story. Ein Unglück lässt Spannung aufkommen. Der sehr direkte, lebhafte und spontane Sammy ist das Highlight der Geschichte. Er hat mehr Intensität und Unterhaltungswert als die anderen Charaktere. Die Kombination aus dem gutherzigen Ben, der wilden Tess, dem überschwänglichen Sammy und der verwirrten bis tatkräftigen Alea ist trotzdem gelungen. Sprecherin Laura Maire unterstreicht das Quirlige an Sammy. Sie verleiht allen Protagonisten mehr Persönlichkeit. Mit dem Auftauchen von Lennox wird die Geschichte noch interessanter. Seine Fähigkeiten sind speziell. Originelle Ideen lassen sich in einigen Details über und unter Wasser finden. Alea entdeckt mehr als ein besonderes Talent. Sehr gerne hätte es noch mehr Fantasy sein können. Schade ist auch, dass „Alea Aquarius – Der Ruf des Wassers“ als Einführungsband funktioniert, und es sich nicht um eine abgeschlossene Geschichte handelt. Fortsetzung folgt. Die Alea Aquarius-Reihe spricht besonders Mädchen ab 10 Jahre an. Greifbar wird die Liebe der Autorin Tanya Stewner zum Meer und ihren Bewohnern. Eine Alea Aquarius-Aktion zum Meeresschutz lässt sich auf www.oetinger.de/buecher/specials/alea-aquarius/ finden. Die Verknüpfung hat sich angeboten und ist ideal. Ein weiteres Special ist der Alea-Song, der auf derselben Seite zu finden ist. 

Illustratorin Claudia Carls verzaubert mit ihrer Covergestaltung Klein und Groß. Sehr treffend und verkaufsfördernd ist der Name „Alea Aquarius“. Im ersten Band erfährt der Leser, was es damit auf sich hat. Der Erfolg der Meermädchen-Saga scheint garantiert. Freiheit und Abenteuer, liebenswerte Protagonisten, Freunde, die zusammenhalten und die eine oder andere Überraschung. Dem Charme der Geschichte kann sich kaum einer entziehen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover: 
Emotion: (3,5)
 
26 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Oetinger

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