Shane Hegarty: Darkmouth - Die andere Seite
Written by Martina Ernst |
 
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 „Darkmouth – Die andere Seite“ ist nach „Darkmouth – Der Legendenjäger“, Band 2 der sechsteiligen Darkmouth-Serie von Autor Shane Hegarty. Nur noch 11 Monate bis zum dreizehnten Geburtstag, der Tag an dem Finn zum Legendenjäger wird. Sein Vater ist auf der verscheuchten Seite verschollen. Mit Hilfe von Emmie will Finn ihn zurückholen. Viel zu lange dauert es, die letzten Anweisungen vom Vater richtig zu deuten und zu erfüllen. Der Gutachter des Rats der Zwölf will Finns Vater für Tod erklären. Die Zeit wird knapp.

 

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Der Anfang der Geschichte kann überzeugen. Mit einer Prise Humor wird der Zuhörer über die „völlige Katastrophe“ aufgeklärt. Finn ist der Sohn des letzten amtierenden Legendenjägers und nicht sehr talentiert. Die kluge und kampferprobte Emmie hilft ihm in der Not. Für ihre Mission, Finns Vater zu retten, machen sie sich auf eine lebensgefährliche Reise. Rückblicke basieren auf den Chroniken des einstürzenden Himmels und geben über eine historische Begegnung und einen Handel Aufschluss. Bald wirkt die Geschichte zu obskur. Seltsame Ereignisse und Begegnungen häufen sich. Die Geschichte verliert Tempo und Gradlinigkeit. Der Unterhaltungswert nimmt ab CD 2 stetig ab. Viel zu lange Dialoge bremsen das Tempo aus. Spannung gibt es nur noch portionsweise. Die unterschiedlichen Arten von Legenden haben nur zeitweise etwas Bedrohliches. Riechen die Menschen wirklich immer nach Würstchen? Das Würstchen-Thema wird zu sehr überstrapaziert und kippt die Story einen Tick zu weit in Richtung Lächerlichkeit.

Sprecher Peter Kaempfe verleiht dem Abenteuer Intensität, kann aber die Plot-Schwächen auch nicht ausgleichen. Die Rolle des nervösen bis hektischen Gutachters gelingt ihm perfekt. Die schräge Type taucht oft im ungünstigen Moment auf und hängt sich an Finn und Emmie. Wird sich die Prophezeiung erfüllen und Finn eine oder mehrere Welten zerstören? Die Idee von Darkmouth auf der einen und auf der anderen die verseuchte Seite mit den Legenden ist originell. Unheimlich wird es dank Peter Kaempfes Stimmakrobatik hauptsächlich in den Rückblenden. Weder Finn noch Emmie ahnen, was ihnen während ihres Abenteuers widerfahren wird. „Wenn man gerade denkt, es könnte nicht schlimmer kommen…“ Auf der letzten CD steigt das Tempo wieder an. Das Abenteuer steuert auf den Höhepunkt zu. Kampf und Vernichtung sind nah. Welche Folgen hat Finns Abenteuer? Hat er etwas angestellt, was sich nie wieder ins Lot bringen lässt? Endlich kommt wieder der Humor von CD 1 ins Spiel. Es macht wieder Spaß, mitzufiebern.  

Cover und Titel könnten zu einem Horrorschocker für Erwachsene passen. Allein die seltsame Schlange lässt die skurrile Story erahnen. In Rot, Schwarz und einem Tick Neon-Grün hat das Cover einen großen Anziehungskraft-Effekt. „Darkmouth – Die andere Seite“ ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht. Es ist sehr ratsam, mit dem ersten Band zu starten, um einen guten Einstieg zu bekommen. Inzwischen ist „Darkmouth – Die Legenden schlagen zurück“ erschienen.       

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (2,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung:  (4,5)
Cover:  (4,5)
Emotion:
 
22,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © Oetinger

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