Anja Bagus: Mission Hoffnung
Written by Sven Kettner |
 
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Angenommen unsere heutige Gesellschaft muss  sich einem Test unterziehen. Der Einsatz? Nichts Geringeres als der Fortbestand der Menschheit. Würden wir bestehen? Was denken sie? Anders gefragt: „Wären wir es überhaupt wert gerettet zu werden?“

Zu Beginn lernen wir unsere beiden, doch sehr unterschiedlichen, Protagonisten kennen. Diese sind beide Astronauten und entdecken auf einer fernen Welt Überbleibsel einer anderen Zivilisation. Während dieser Mission kommen sie sich näher. Das Resultat: eine folgenreiche Schwangerschaft, wenngleich die Ausmaße erst später dem Zuhörer eröffnet werden und natürlich nicht genauer verraten werden. Auf dem Rückflug zur Erde werden Bruno und Maria plötzlich von Aliens begleitet. Ihre Absichten sind völlig unklar, aber scheinbar nicht feindselig. Es kommt endlich zum langersehnten Erstkontakt mit anderem Leben.

 

 

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Die Autorin Anja Bagus beschreibt die Erde in der Zukunft, jedoch abgesehen von der weit entwickelten Raumfahrt, scheint diese Situation gar nicht so weit entfernt von der denkbaren Realität zu liegen. Durch Kriege hat sich die Erde stark verändert und auch die Bewohner. Das Thema Ehe und Vaterschaften ist auf den Kopf gestellt und man nimmt dies als Hörer so als gegeben, jedoch lassen die Thematiken rund um Ressourcen und Umweltverschmutzung den Zuhörer schon ein wenig genauer aufhören. Wir, die Menschen, werden auf den Prüfstand geschickt und von den Aliens bewertet. Es stellt sich die Frage, ob sich der Homo Sapiens fast schon wider seiner Natur benehmen kann und aus seiner Geschichte endlich lernt und die Erde anfängt besser zu behandeln. 

Soviel lässt sich vermutlich erahnen und wird auch verraten. Natürlich wird der Test der Aliens nicht bestanden. Jedoch geben die Aliens einen letzten Ausweg in Aussicht. Ab diesem Zeitpunkt bekommt der Zuhörer etwas geboten, denn nun geht es ums nackte Überleben und eine sehr schwerwiegende Auswahl muss getroffen werden.  Nicht nur die Story selbst, sondern auch Sprecherin Birgit Arnold liefert in diesem Abschnitt ihre besten Stellen ab. Der Zuhörer wird emotional durch ihre Leistung mit dem Geschehen konfrontiert und wird erstmals in der Geschichte ernsthaft  hineingezogen. Davor war es eher ein Dahinplätschern der Story, welche im Großen und Ganzen einfach nichts Neues darstellt. Auch die Sprachmuster sind öfters nicht klar trennbar gewesen, sodass sich bei einigen Dialogen eine Verwirrung für den Zuhörer ergeben.

Alles in allem ist die Geschichte sehr durchschaubar und selbst Science-Fiction-Fans dürften nur ein müdes Lächeln dafür übrig haben.  An dieser Stelle sollte man aber zumindest die Sprecherin Birgit Arnold hervorheben, die alles Erdenkliche versucht die Geschichte dem Zuhörer attraktiv zu präsentieren.  Es ist auch klar, dass in jedem Werk viel Schweiß, Blut und Nerven stecken, aber mehr als eine nette Unterhaltung und Denkanstöße für einige Augenblicke hat die Story leider nicht zu bieten.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:  
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:  (2,5)
Emotion:

15,5 Punkte = Durchschnitt

Cover: © thono audio