C.C. Hunter: Erwacht im Morgengrauen
Written by Sven Kettner |
 
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Die Beziehungskonflikte scheinen sich endlich beruhigt zu haben, dennoch belastet Kylie in ihrem Inneren weiterhin die Frage, was sie eigentlich genau ist. Die Unterhaltungen mit ihrer Campleiterin führen dabei auch zu keinem Ergebnis. Es existieren zu viele Widersprüche. Trotz allem geht die Vermutung in Richtung eines besonderen Werwolfes. Wobei zunächst das Trinken und Mögen von Blut klar auf einen Vampir hindeutet.

Der Zuhörer wartet weiterhin gespannt, welches Ergebnis herauskommt. Letztendlich ist dies aber Nebensache, denn mehrere weitere Faktoren spielen eine Rolle. Zum einen besteht die Gefahr, dass ein geliebter Mensch aus Kylies Umfeld sterben wird, sofern sie nichts unternimmt. Mehr an Infos erhält Kylie aber nicht. Hin und wieder gerät es beim Zuhörer in Vergessenheit, aber sobald dies geschieht, kommt eine weitere Begegnung mit dem Geist; so oft, dass es schließlich als Nebensächlichkeit abgetan wird. So viel sei verraten, ein wildes Spekulieren entbrennt und doch werden die aller wenigsten die Lösung herausbekommen.

 

Im Gegensatz zum ersten Teil hat die Autorin C.C. Hunter etwas Wind aus dem Beziehungsdrama genommen. Wenngleich dies nicht bedeutet, dass es einige Konflikte und Wendungen gibt. Aber damit können nun auch die männlichen Hörer besser umgehen. Aus diesem Grund sollte zum einen die Dreiecksbeziehung nicht permanent in den Vordergrund treten. Auf der anderen Seite macht es auch die Entwicklung von Kylie aus. Durch ihr völliges Gefühlschaos ist sie sehr unentschlossen und entschlossen zugleich. Mit anderen Worten, das junge Mädchen ist völlig mit der Situation überfordert, vor allem als immer neue Fähigkeiten entwickelt werden. Dadurch erfährt auch der Zuhörer zum Schluss, was für ein mächtiger Bestandteil in Kylie steckt. Zwar wird dadurch weiterhin nicht das komplette Geheimnis gelüftet - konnte man irgendwie auch nicht ernsthaft erwarten –dennoch, ein Stück des Puzzles ist wieder aufgedeckt worden.

Der Wechsel auf dem Sprecher Posten ist dem einen oder anderen vielleicht verborgen geblieben. Dies kann zum einen daran liegen, dass Shandra Schadt (Stimme: Hannah Montana) eine ebenso gute Leistung abliefert. Zum anderen lag auch etwas Zeit zwischen beiden Veröffentlichungen und konnte ein wenig in Vergessenheit geraten sein, denn so wie die jetzige Sprecherin ihr Werk verrichtet, bleibt kein Wunsch offen. Der Zuhörer wird an die Hand genommen und durch Höhen und Tiefen geführt. Dabei wird er immer stets passend zum Geschehen stimmlich begleitet. Man hat daher nie das Gefühl, als würde die Sprecherin die Situation falsch interpretieren. Wenngleich, dies ist aber der Figur selbst geschuldet, hin und wieder durch ihre Hilflosigkeit und Wutanfällen bei Kylie zeitweise etwas nervig wird.

Das Hörbuch „Shadow Falls Camp - Erwacht im Morgengrauen“ bietet dem Zuhörer einige Nebenhandlungen, welche die Geschichte offener gestalten. Am Ende wird zum Nachdenken auch noch ein Rätsel aufgegeben.Woher hat die bestimmte Person ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten? Dadurch kommt nicht nur Kylie ins Grübeln. Jedoch muss die Antwort, wie auch die Auflösung, was die Protagonistin genau ist, mindestens bis zum nächsten Teil warten. Zum Glück ist dies aber sehr bald der Fall! Ende März kann es weitergehen!

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story: 

Aufbau:

Atmosphäre: 

19 Sterne= Hörmuss

 

Cover: © DAV

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