Lucinda Riley: Die sieben Schwestern
Written by Martina Ernst |
 
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Warum adoptiert ein alleinstehender Mann mittleren Alters sechs Mädchen im Babyalter aus allen Teilen der Welt? Nicht das einzige Rätsel, was Maia in die „Die sieben Schwestern“ zu lösen hat.

Sechs erwachsene Töchter verlieren überraschend ihren Vater. Er starb an einem Herzinfarkt und wurde schon auf See bestattet. Warum wollte er seine Töchter bei der Beerdigung nicht dabei haben? Als Erbe hinterlässt er einen Treuhand-Fond, eine Skulptur und sechs Briefe, für jede Tochter einen. Maia, die Älteste der sechs Schwestern, erfährt in ihrem Brief Hinweise auf ihre Herkunft. Sie reist nach Brasilien, um ihre Familie zu finden. Bei ihren Recherchen hilft ihr der Schriftsteller und Historiker Floriano.

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Die Geschichte beginnt im Juni 2007 mit der Nachricht über den Tod des Vaters. Mehr oder weniger gefasst setzen sich die Töchter mit dem plötzlichen Verlust und dem Erbe auseinander. „Menschen, die man liebt, lassen sich nicht ersetzen.“ Dieser Satz ihres Vaters bleibt Maia im Gedächtnis. Auf ihrer Brasilienreise wird sie mit einer großen Liebesgeschichte konfrontiert, die sie ihrer Herkunft näher bringt. Bald nimmt die Geschichte der schönen Isabell allen Raum ein und drängt die Rahmengeschichte um Maia und ihre Schwestern völlig an den Rand. Bei der spannenden Story um eine scheinbar aussichtslose Liebe lassen „Titanic“ und „Romeo und Julia“ grüßen. Gleich drei Erzähler wechseln sich bei „Den sieben Schwestern“ ab. Simone Kabst übernimmt die Geschichte der Maia, Oliver Siebeck taucht in das Leben von Isabell ein und Sinja Dieks kommt beim Schlusspart mit zwei Schwestern zum Zug. Das Zusammenspiel gelingt. Manchmal wirken die Sprecher in ihrer Erzählweise etwas zu nüchtern. Kaum von Isabells Schicksal durch sehr lange Passagen gefesselt, verringert sich das Interesse an Maias Leben. „Die sieben Schwestern“ ist Band 1 der Saga. Nicht jedes Geheimnis wird gelüftet. Auch bleibt offen, was in den Briefen der anderen Schwestern steht und warum der Titel von Band 1 „Die sieben Schwestern“ ist. Bisher gibt es nur sechs und im Laufe der Geschichte kommt auch keine dazu. Nicht jede Handlungsweise der Charaktere ist nachvollziehbar. Die Trennung der Schwestern nach dem Zusammentreffen wegen Vaters Tod geschieht zu abrupt. Maia trifft in Brasilien auf eine Mauer der Ablehnung. Hätte da nicht eher Freude sein müssen? Auch Isabells Entscheidungen sind oft unverständlich, auch wenn sie zu einer anderen Zeit geschehen sind. Frankreich, Brasilien, gerne hätte auch das Land, die Beschreibungen der Umgebung Atmosphäre aufbauen können. Mitreißend ist und bleibt eine große Liebesgeschichte, in der die Hauptfiguren mit Widrigkeiten zu kämpfen haben.

Atlantis, Genfer See, Schweiz, das Cover gibt eine kleine Vorstellung von dem traumhaften Anwesen, wo die sechs Schwestern aufgewachsen sind. Das Ende von Band 1 ist mysteriös. Worauf will die Andeutung hinaus? Eine echte Neugierde auf Band 2 wird nicht geweckt. Auch mit den offenen Fragen hätte „Die sieben Schwestern“ eine alleinstehende Geschichte ohne Fortsetzung sein können. Die 9 Stunden und 32 Minuten sind unterhaltsam und haben ein paar Botschaften, wie nutze den Augenblick und lasse keine Chance aufs Glück verrinnen, parat.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: 
Charaktere:  (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion: 
 
21,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © Hörverlag

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