Paula Hawkins: Girl on the Train
Written by Bianca Mayer |
 
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Rachel fährt jeden Morgen mit dem Zug in die Stadt. An den Bahngleisen wohnt ein Pärchen, das Rachel beobachtet und sich voller Neid wünscht es sei ihr Leben, das die beiden führen. Sie gibt ihnen die ausgedachten Namen „Jess“ und Jason. Doch eines Tages verschwindet „Jess“ und Rachels Alkoholsucht wird ihr zum Verhängnis.

Nach der Trennung von ihrem Ehemann verliert Rachel sich in ihrer Alkoholsucht und ist schon nach kurzer Zeit ihren Job los. Zum Schein fährt sie trotzdem jeden Morgen nach London und beobachtet dabei das immer gleiche Paar, das ihr gemeinsames, scheinbar glückliches Leben im Haus an der Bahnstrecke genießt und beneidet sie jede Mal, wenn sie „Jess“ und Jason sieht. Außerdem versucht sie so ihre Betrübtheit über die Trennung und das neue Glück ihres Ex-Mannes zu kompensieren. Doch eines Tages verschwindet „Jess“ und Rachel sieht sich, nach der Vermisstenanzeige in der Zeitung, in der Pflicht bei der Suche zu helfen. Nach und nach fügen sich die einzelnen Geschehnisse, die Rachel Dank ihrer Vorliebe zum Alkohol vergessen hat, wieder zusammen. Ein unvorhersehbares, aber „Happy End“.

 

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Eine gut ausgedachte Geschichte – die Charaktere sind allerdings Geschmackssache. Die Hauptprotagonistin entwickelt sich, durch ständiges Gejammer über ihr Leben, rasant zu einem unsympathischen und nervenden Charakter. Auch setzt sie selbst nichts daran ihr Leben zu ändern bis schließlich „Jess“ verschwindet. Vermutlich versucht sie mit ihrem, etwas zu hohen, Interesse an der Vermissten mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Das Interesse ist am Ende jedoch berechtigt. Auch andere Protagonisten, wie Anna geben einen eher negativen Eindruck ab. Ständige Beschwerden und Gejammer sorgen dafür.

Die Sprecher verkörpern ihre Charaktere so gut sie können, allerdings wurden drei Sprecher ausgewählt, die sich in der Stimme sehr ähneln. Für weitere Verwirrung sorgten außerdem auch die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, da im Hörfluss nicht auf die genannten Daten geachtet wird. Die Stimme von Britta Steffenhagen entspricht nicht meinem Geschmack und machte es mir mit der Zeit sehr schwer entspannt zuzuhören.

Die Handlung wurde sich von der Autorin gut überlegt und so gestaltet, dass das Ende absolut unvorhersehbar ist. Die Auflösung des Verschwindens von Anna ist das Highlight der Geschichte und sorgte bei mir für positives Entsetzen und dafür, dass ich die langgezogene Geschichte am Ende doch noch für positiv empfand.

Wer die Stimmen der Sprecherinnen mag und der Gesamtspielzeit von 10 Stunden und 40 Minuten aufmerksam zuhört, kann die teilweise nicht für die Geschichte notwendigen Handlungen gut verfolgen und wird vom Hörbuch begeistert sein.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:

22 Punkte = Hörspaß

Cover: © Random House Audio

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