Sarah Lark: Unter fernen Himmeln
Written by Martina Ernst |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

„Sarah Lark“ ist das Pseudonym von Christiane Gohl. Von ihr stammen unter anderem die Neuseelandsaga I und II und die Kauri-Trilogie. In „Unter fernen Himmeln“ muss sich Stephanie einem Rätsel aus der Vergangenheit stellen.

Die 33-Jährige Journalistin Stephanie schreibt Reportagen zu rätselhaften Kriminalfällen. Geboren und aufgewachsen ist sie in Neuseeland. An ihre ersten 6 Lebensjahre kann sie sich nicht erinnern. Von ihrem Chef erhält sie den Auftrag den Hypnotiseur Rupert Hellbrich als Schwindler zu entlarven. Ihre Rückführung bringt ein anderes Ergebnis als gedacht. Um das Rätsel um das Maori-Mädchen, an die sie sich erinnert, aufzuklären und über einen alten Kriminalfall zu schreiben, reist sie nach Neuseeland.

 

Momox.de - Einfach verkaufen.

 

Die einleitende Musik wurde passend zur Neuseelandgeschichte gewählt. Die Story beginnt mit Stephanies Arbeit in Hamburg für ein Reportage- und Lifestyle-Magazin. Ein Zufall sorgt dafür, dass sie für den Artikel über den Hypnotiseur ausgewählt wird. Ihr Freund Richard ist wenig begeistert über das Experiment. Er kennt Stephanies Probleme mit Erinnerungen. Die Rückführung durch den Hypnotiseur leitet die Wende der Geschichte ein. Stephanies Reise nach Neuseeland kommt nicht nur für sie überraschend. In Handlungswechseln wird die Lebensgeschichte der Maori-Häuptlingstochter Marama und Stephanies Recherche erzählt.  Die Sprecherinnen Elena Wilms und Nana Spier teilen sich den Roman auf. Elena Wilms schlüpft in die Rolle von Stephanie Martens und Nana Spier in die Rolle von Marama Clavell. Maramas Leben und Nana Spiers Stimme fesselt mehr. Leider sind die Passagen der Häuptlingstochter bald zu ausgedehnt. Stephanies Recherche, und damit die Basis des Romans, rückt zu sehr in den Hintergrund. Es entsteht der Eindruck, dass „Unter fernen Himmeln“ nur dazu dient, das berührende Schicksal der Maori darzustellen. Willkür und Landenteignung durch die Briten und europäische Siedler sorgen für Empörung. Auf die leicht in Vergessenheit geratenen Neuseelandkriege in einem Roman aufmerksam zu machen ist ein kluger Schachzug, nur muss sich ein Gleichgewicht halten, wenn die Ausgangsgeschichte eine andere ist. Interessant ist die Suche nach dem Tagebuch von Marama, Stephanies verschollenem Vater Simon und seiner früheren Affäre Miri. Stephanie erhält mehr Hilfe als gedacht. Hat ihre Beziehung zu Richard eine Chance? Lange bleiben ein paar wenige Fragen offen. Spannung und Unterhaltungswert leiden unter dem langsamen Tempo. Nur bei Marama überstürzen sich die Ereignisse. Nicht das zeitweilige Aschenputtelflair, sondern das Schicksalhafte reißt mit. Am Schluss gibt es sowohl bei Marama als auch bei Stephanie überraschende Enthüllungen.

Durch die leicht romantische Aufmachung hat das Cover Anziehungskraft. Die Erdfarben passen gut zur Geschichte. „Unter fernen Himmeln“ driftet zeitweise ins Kitschige ab. Dank Marama bleibt der Unterhaltungswert erhalten. Der Schluss ist besonders in ihrem Handlungsstrang gut gelungen.   

  

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung: (4,5)
Cover: 
Emotion:

22 Punkte = Hörspaß

Cover: © luebbe audio

Jetzt bei thalia bestellen

oder