Susan Mallery: Der Sommer der Inselschwestern
Written by Martina Ernst |
 
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Autorin Susan Mallery hat sich auf Liebesgeschichten spezialisiert. Von ihr stammen u.a. „Frisch geküsst ist halbgewonnen“, „Zuckerkuss und Mistelzweig“ und „Der Beste küsst zum Schluss“.  In „Der Sommer der Inselschwestern“ wagt Andi einen Neuanfang.

Kinderärztin Andi wird von Matt vor dem Altar stehen gelassen. Zwei Wochen später heiratet ihr Ex seine Sekretärin. Um die Enttäuschung zu verwinden, kauft Andi ein historisches, renovierungsbedürftiges Haus und zieht von Seattle nach Blackberry Island. Auch bei ihren Nachbarinnen Deanne und Boston steht das Liebesbarometer auf Sturm.

 

Science fiction 6

 

Die Musik hat etwas Melancholisches und passt zum Einstieg der Geschichte. Das Thema „Matt“ wird nur kurz abgehandelt. Drei Monate nach der geplatzten Hochzeit reist Andi nach Blackberry Island. Drei Häuser auf einem Hügel wie drei Schwestern. Andis neues Zuhause ist das in der Mitte. Für die Renovierung engagiert sie Bauunternehmer Wade. Andi entwickelt Gefühle für ihn. Ist das wieder einer der Irrwege des Lebens? „Wir alle vermasseln es, und dann müssen wir einen Weg hinaus finden.“ Andis Nachbarinnen Deanne und Boston haben Beziehungsprobleme. Werden beide ihre große Liebe zurückgewinnen?

 

Es geht um Freundschaft, Trauer, Verlust, das Gefühl des Versagens. Jeder geht anders mit seinen Problemen um und findet sein eigenes Ventil. Mit Andis Ankunft scheint eine Wende einzutreten. Alles kommt auf den Tisch. Aus drei unterschiedlichen Frauen werden Freundinnen. Können sie sich gegenseitig helfen? Autorin Susan Mallery nimmt sich aktuellen Themen wie der Tod eines Kindes und Zwangsstörungen an. Manches wirkt real, Anderes überzeichnet. Deanne ist ein extremer Charakter, der einerseits dem Klischee entspricht, aber auch eine andere Seite zeigt. Trotz aller Probleme bleiben die Hauptfiguren blass. Sie wirken zu konstruiert. Andi scheint perfekt zu sein. Schön, erfolgreich, sympathisch. Schwer zu verstehen, dass ihre Mutter an ihr herumnörgelt. Boston findet nicht den Weg heraus aus dem Tief zurück zum Glück. Ihre Verzweiflung lässt sich nachvollziehen. So weit ist eine Lösung nicht entfernt. Sprecherin Irina Scholz‘ sanfte, einschmeichelnde Stimme bringt alles in einen harmonischen Einklang und passt gut zu Andi, die zur Schlüsselfigur wird. Ein bisschen plätschert die Geschichte dahin. Widrigkeiten dürfen kurz vorm Schluss nicht fehlen. „Du bist mehr als dumm, wenn du mich aus deinem Leben schmeißt.“ Steuert alles auf gleich mehrere Happy Ends zu? Spekulationen machen sich rar. Der Epilog bildet einen gelungenen Abschluss.

 

Aufgrund der zurückhaltenden Farben und unscheinbaren Details fällt das Cover wenig ins Auge. Der Titel weckt mit den Hinweisen auf Sommer und Insel die Neugierde. „Der Sommer der Inselschwestern“ gehört zur Blackberry Island-Reihe, die mit „Wie zwei Insel im Meer“ gestartet ist. Bei dem dritten Band handelt es sich um „Meeresrauschen und Inselträume.“ Der ein oder andere Lebenstipp lässt sich finden. Sich Problemen stellen, sie in Angriff nehmen, darüber reden, Missverständnisse aus der Welt schaffen.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung:    (1,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:(2,5)
Emotion: (2,5)

17 Punkte = Durchschnitt

Cover: © luebbeaudio