Dora Heldt: Tante Inge haut ab
Written by Adriane Haussmann |
 
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Mittlerweile ist Christine aber gar kein Single mehr und schläft nachts in den Armen von Johann ein. Jetzt möchte sich das Paar ein wenig Urlaub vom Alltag gönnen und ein paar ruhige Tage auf Sylt verbringen. Vielleicht in den Erinnerungen schwelgen, wie sich die beiden kennengelernt haben und die Seele einfach baumeln lassen. Aber was wäre Christine ohne ihre Familie und diese macht bereits direkt zu Beginn einen Strich durch die Rechnung.

Denn schon bei der Anreise entdeckt Christine ihre Tante Inge. Aber wie sieht die denn aus? Mit rotem Hut, rotem Gepäck und … ja, wo ist denn Onkel Walter? Da kann doch etwas nicht stimmen. Bei Christine schrillen sofort alle Alarmglocken. Es scheint Tante Inge verfolgt andere Pläne. Mit neuer bester Freundin im Gepäck lässt es sich die rüstige Dame in Sylt richtig gut gehen.

Nur die Familie findet das nicht lustig und macht sich auf die Suche nach der Erklärung für Tante Inges seltsames Verhalten. Und dann taucht auch noch Onkel Walter auf. Aber wollten Christine und Johann nicht eigentlich Urlaub machen?

 

„Tante Inge haut ab“ ist ein neuer Streich von Autorin Dora Heldt. Diese packt in ihrem Roman wieder die Mitvierzigerin Christine aus, die ein so herrlich normales Leben führt, dass sich jeder mit ihr identifizieren kann und dennoch ist von Langeweile keine Spur. Dora Heldt versteht es den gewöhnlichen Alltag mit all seinen Sorgen und Wehwehchen als spannenden Unterhaltungsroman zu verpacken.

Christine schwebt mittlerweile wieder auf rosa Wolken und möchte Zeit mit ihrem Freund verbringen. Doch dieses Mal scheint Tante Inge ein Problem zu haben. In auffälligen Outfits und mit auffälligem Verhalten erklärt diese ihr gehe es wunderbar. Doch das glauben weder die anderen, noch sie selbst. In „Tante Inge haut ab“ stellt die Namensgeberin ihr Leben auf den Kopf und hinterfragt, ob das denn wirklich schon alles gewesen sein kann. Dabei entstehen herrliche Dialoge, die jeder Familienfeier entsprungen sein könnten. Ganz in Dora Heldt Manier fließt der Alkohol in Strömen und dieses Mal gibt es sogar noch eine kleine Nebenhandlung mit fiesen Machenschaften.

 

Es ist Dora Heldt in Bestform, die einfach mal wieder das wahre Leben festhält, umdreht und raushaut und so wie es kommt, so ist es dann eben. Klar, dass die Autorin sich selbst wieder hinters Mikro gesetzt hat und ihren Roman vorliest. Eine weitere Autorinnenlesung, was ganz richtig ist. Denn dann verwandelt sich Dora Heldt in Christine, die ganz genau so klingen muss!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story:

Aufbau: 

Atmosphäre:

14 Sterne= gut gelungen

Cover: © Jumbo

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