Chris Cleave: Gold
Written by Adriane Haussmann |
 
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Du kämpfst für deinen Traum. Tagtäglich trainierst du dafür, hast dein komplettes Leben danach ausgerichtet. Freunde, Familie …. alle wissen, dass es für dich nichts Wichtigeres gibt als einmal bei den Olympischen Spielen Gold zu holen. Doch was ist, wenn du plötzlich vor einer Entscheidung stehst mit der du niemals gerechnet hättest?

Kate und Zoey leben für das Bahnradfahren und gehören zu den besten ihrer Nation. Der Konkurrenzkampf zwischen ihnen ist Segen und Fluch zugleich. Die nächsten Olympischen Spiele stehen vor der Tür, doch während Zoey 2004 auf der Bahn für ihren Traum kämpft, sitzt Kate zuhause vor dem Fernseher. Was ist passiert?

Kate ist Mutter geworden, hat sich für das Familienleben entschieden, während Zoey dem bisherigen Höhepunkt entgegen radelt. 2008 stehen die nächsten Olympischen Spiele an, Kate befindet sich jedoch auf dem Rückflug, da ihre Tochter an Leukämie erkrankt ist. Doch Kate gibt ihren Traum nicht auf und Jahre später stehen die beiden Freundinnen an jener Startlinie, die entscheiden wird, welche der beiden ihre Karriere im Alter von 32 Jahren mit dem Sieg bei den Olympischen Spielen beenden wird. Während Zoey ihre Motivation aus der Angst vor dem Verlieren zieht, will Kate für ihre totkranke Tochter kämpfen. Welche der Frauen hat den größeren Ehrgeiz das Rennen für sich zu entscheiden?

 

Autor Chris Cleave hat sich für seinen Sportroman „Gold“ die eher unpopuläre Sportart Bahnradfahren ausgewählt. Seine beiden Protagonisten haben den selben Traum, doch könnten unterschiedlicher nicht sein. Und dennoch verbindet die beiden mehr als der Traum Gold zu holen.

Um in die Tiefe gehen zu können, startet der Roman im Jahre 2004 und wir hören wie Zoey ihrer ersten olympischen Goldmedaille entgegenfährt, während Kate zuhause sitzt und auf ihre kleine Tochter aufpasst. Dann steigen wir nach einem 8-Jährigen Zeitsprung wieder ins Geschehen ein. Sophie, Kates Tochter, ist an Leukämie erkrankt und Kate versucht Beruf und Krankheit ihrer Tochter unter einen Hut zu bekommen. Zoey hingegen springt nachts von Bett zu Bett, sorgt für einen Skandal nach dem anderen und kämpft mit der Tatsache bald dem Karriereende entgegen blicken zu müssen.

 

Um die verschiedenen Protagonisten besser nachvollziehen zu können, wird der Roman aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Wir hören Sophie, wie sie versucht die Starke für ihre Eltern zu spielen, obwohl sie unter ihrer Erkrankung leidet. Wir hören Jack, den Vater, der endlich seine Frau ganz oben auf dem Podest stehen, den in die Jahre gekommenen Trainer der beiden Frauen, der es beiden gönnt, und die Frauen selbst.

Trotz verschiedener Perspektiven hat sich der Audio Verlag bei der akustischen Umsetzung für eine einzige Sprecherin in Person von Britta Steffenhagen entschieden. Dies ist aber kein Nachteil. Steffenhagen kann sich in die verschiedenen Personen hineinversetzen und schafft es den emotionalen Fokus sowohl der kleinen Sophie als auch der alten Trainers zu treffen.

Zwar steht in „Gold“ der Sport im Mittelpunkt, dennoch fesselt das Buch durch seine Menschlichkeit und die Schicksale hinter den Sportlern, so dass man sich kein bisschen für Sport interessieren muss, um dieses Hörbuch gut zu finden. Kann am Ende überhaupt eine der beiden gewinnen? Geht es bei diesem Rennen wirklich nur um den sportlichen Sieg? Und für wen soll man selbst die Daumen drücken? Chris Cleaves „Gold“ ist definitiv eine Empfehlung wert.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story: 

Aufbau:

Atmosphäre: 

16 Sterne = hervorragend

Foto: © DAV

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