Mia und das Mädchen vom anderen Stern
Written by Martina Ernst |
 
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Für „Nie mehr Keks und Schokolade“ erhielt Susanne Fülscher 1999 den Moerser Jugendbuchpreis. Ihren frechen, humoristischen Sprachstil tobt die Autorin am liebsten in Jugendbüchern aus. Ein Dauerbrenner ist die Mädchenbuch- und Hörbuchreihe um die schlagfertige Mia. In Band 2 „Mia und das Mädchen vom anderen Stern“ geht es gruselig zu. Ist das neue Mädchen in der Klasse ein Zombie oder eine Außerirdische? 

Der erste Schultag nach den Sommerferien ist schon schlimm genug. Dann schwärmt auch noch Jette von ihrem Italienurlaub, und ein neues Mädchen kommt in die Klasse. Sofia ist in Schwarz gekleidet und sieht aus wie ein Zombiemädchen. Die Neue ist ein Lesewunder, spricht super Französisch und spaziert mit dem Mädchenschwarm der Schule durch die Gegend. Klar, dass mit ihr etwas nicht stimmen kann. Mia, Jette, Leonie und Alina hecken einen Spionage-Aktionsplan aus, um Sofias Geheimnis auf die Spur zu kommen. Die Außerirdische verhält sich einfach zu seltsam, als dass sie normal sein könnte.

 

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Mia und ihre Clique erobern die Herzen im Sturm. Zu lustig, wie sie hinter allem ein Abenteuer vermuten. Nur, weil jemand anders ist, muss er kein Zombie oder Außerirdischer sein. Bis die vier Mädels das erkennen, treten sie in das ein oder andere Fettnäpfchen und verhalten sich abgedreht kindisch. An Sherlock Holmes und Dr. Watson kommen sie mit ihren Spionagekenntnissen nicht heran. Bei allen Mia-Geschichten sind die freche, humorvolle Sprache, witzigen Dialoge, lustigen Sprüche und Vergleiche und originellen Einfälle echte Highlights. Für den hohen Unterhaltungswert sorgt auch Anne Moll. Besonders die überdrehte Jette ist zum Totlachen. Jettes gruslig verstellte Stimme, die maulende, nervende Lena, der coole, mies gelaunte Lukas, Anne Moll beweist mal wieder ihr bewundernswertes, schauspielerisches Talent und ihre große Wandelbarkeit. Es entsteht das Gefühl, mehrere Sprecher wären am Werk. Jede einzelne Figur ist an der Stimmvariante leicht zu erkennen. Die taffe Sofia klingt gegen alle Erwartungen piepsig. Wie schwer es jemand hat, der neu in die Klasse kommt, wird in „Mia und das Mädchen vom anderen Stern“ deutlich. Anderssein, ein scheinbar merkwürdiges Aussehen und Verhalten, macht die Schüler misstrauisch. Es gehört viel Selbstbewusstsein dazu, sich durchzusetzen. Sofia lässt sich nicht beirren. Ganz viel Humor fegt in die Geschichte, als Mias schöner Bruder Lukas plötzlich Chancen hat, Fotomodell zu werden. Die Sache hat einen Haken. Der coole Lukas ist entsetzt. Was verbirgt Sofia in ihrem geheimnisvollen Seesack? Warum sind in Mias Buch „Die Hand des Grauens“ plötzlich Fettflecke in Form von Ufos zusehen? Was ist das schönste Geschenk aller Zeiten? „Mia und das Mädchen vom anderen Stern“ hat wieder einige Überraschungen zu bieten. Ein Riesenspaß für die ganze Familie.

Miss Butterfly Mia lächelt mit runter geschobener Sonnenbrille, Schmetterlingsspange im Haar und umgehängter Notfall-Tasche vom Cover. Die Spionage-Mission kann beginnen. Jedes Mia-Cover hat ein gewisses Augenzwinkern parat. Beim Anschauen kommt automatisch ein Lächeln zustande. Gute Laune ist angesagt. Der Hintergrund in Rosa mit gelben Schmetterlingen und die Details um Mia herum, stimmen auf den turbulenten Hörspaß ein. Susanne Fülschers Schreibstil ist unverwechselbar. Ihr neuestes Buch heißt „Schöne Mädchen fallen nicht vom Himmel“ und ist für die Altersgruppe von 14 bis 17 Jahren gedacht. Mehr Infos zur Autorin gibt es auf www.susanne-fuelscher.de.   

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (3,5)
Charaktere: 
tech. Umsetzung:
Cover: (3,5)
Emotion:
 
25 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © audiolino

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