Dead Eyes - Der Fluch der Maske
Written by Martina Ernst |
 
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Autor Chris Priestley hat unter anderem die Schauergeschichten-Reihe veröffentlicht. In „Dead Eyes – Der Fluch der Maske“ kann Alex dem Ruf einer Maske nicht widerstehen und kommt dem gruseligen Schicksal eines Mädchens auf die Spur.

Alex Vater Jeremy ist Historiker und Experte in Sachen 2.Weltkrieg. Die Mutter hat die beiden verlassen. Alex begleitet seinen Vater auf eine Geschäftsreise nach Amsterdam. Dort kommen sie in einem seltsamen Hotel unter. Saskia arbeitet für Alex Vater. Ihre Tochter Angelien soll sich um Alex kümmern. Gemeinsam besuchen die Beiden einen Flohmarkt. An einem Stand entdeckt Alex eine Maske. Irgendwie fühlt er sich von ihr angezogen und kann nicht anders, als sie zu kaufen. Er ahnt nicht, mit welchem Schicksal diese Maske verbunden ist.  

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„Dead Eyes – Der Fluch der Maske“ beginnt harmlos mit der Ankunft per Flugzeug in Amsterdam. Aus unerklärlichen Gründen fühlt sich Alex beobachtet. Das Hotel, in dem Vater und Sohn während ihrer Reise übernachten, unterstreicht die rätselhafte Atmosphäre. Die Schlüsselanhänger für die zwei nebeneinander gelegenen Zimmer stammen von einer alten Brosche und von einem Gehstock. Mit dem Kauf der Maske nimmt das Unheimliche stetig zu. „Dead Eyes – Der Fluch der Maske“ ist unter anderem auch eine Vater-Sohn-Geschichte. Alex hat seine Flamme Molly mit Cyberstalking übel belästigt und seinen Vater damit enttäuscht. Eine moderne Komponente, die wie ganz nebenbei in die Geschichte einfließt und ein schlechtes Licht auf den Jungen wirft. Dabei kommt Alex von Anfang an sympathisch rüber und man hätte ihm Stalking nicht zugetraut. Autor Chris Priestley setzt bei dieser Geschichte auf ein ungewöhnlich langsames Tempo. Das Unheimliche entwickelt keine richtige Gänsehaut-Atmosphäre. Es schleicht sich langsam in das Leben des Jungen. Die Maske entwickelt Macht. Alex hat ihr kaum etwas entgegen zu setzen. Mit wem kann er über seine Erlebnisse reden? Sein Vater würde ihm kaum glauben. Angelien scheint die Einzige zu sein, der er sich anvertrauen kann. Die Beziehung der beiden ist undurchsichtig. Ist es Freundschaft? Alex erhofft sich mehr. Nach der Sache mit Molly eine heikle Angelegenheit. „Dead Eyes – Der Fluch der Maske“ spielt mehr mit dem psychischen Druck, der durch die Maske auf dem Jungen lastet. Er ist alleine in seinem Kampf. Alex’ lähmende Angst ist nachvollziehbar. Die Inszenierung entwickelt aber nicht so viel Nähe, dass sie auf den Zuhörer übergeht. Der Gruselfaktor ist daher eher niedrig, obwohl die originelle Geschichte auf ihre Weise fasziniert. Die Stimme von Sprecher Jona Mues passt gut zu Alex. Die  unterschiedlichen Emotionen des Jungen wirken echt. Jeremy sorgt sich um seinen Jungen. Was ist nur mit ihm los? Richtige Spannungsmomente kommen erst zum Schluss auf. Das Ende ist wieder typisch Chris Priestley. Erst in Sicherheit wiegen und dann überraschen.

Das originelle, furchteinflößende Cover weckt große Erwartungen, die die Geschichte insgesamt nicht einhält. Von dem seltsamen Auge fühlt man sich als Betrachter beobachtet. Die Details stellen den Inhalt gelungen dar, ohne den Gegenstand „Maske“ zu Hilfe zu nehmen. Das Cover zieht die Aufmerksamkeit an. „Dead Eyes – Der Fluch der Maske“ ist für Heranwachsende ab 12 Jahren gedacht. Ein unterhaltsamer aber eher harmloser Einstieg in die Welt der Schauergeschichten.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung: (3,5)
Charaktere: 
tech. Umsetzung: 
Cover:
Emotion: (3,5)
 
23,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © audiolino

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