Marie Curie und das Rätsel der Atome
Written by Martina Ernst |
 
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„Marie Curie und das Rätsel der Atome“ aus der Reihe „Geniale Entdecker und Erfinder“ von Luca Novelli lässt Kinder ab 10 Jahren in die Welt der Forschung eintauchen. In einer Zeit in der Frauen eine höhere Bildung verwehrt wurde, erkämpft sich Marie Curie hartnäckig ihren Platz in der Wissenschaft, entdeckt neue chemische Elemente und erhält als erste Frau in der Geschichte 1903 den Nobelpreis für Physik und acht Jahre später den Nobelpreis für Chemie.

Maria Salomea Sklodowska wird am 7.11.1867 in Warschau geboren. Sie hat vier ältere Geschwister. Die Familie lebt in sehr bescheidenen Verhältnissen. Schon mit 4 Jahren hat Maria Lesen gelernt. Mit 15 Jahren schließt sie die Oberstufe als Jahrgangsbeste ab. Die Fliegende Universität, der verbotene Unterricht in Privatwohnungen, ermöglicht Maria weitere Bildung. Sie erteilt Privatunterricht. Weil das Geld fürs Studium fehlt, schließt sie mit ihrer Schwester Bronia einen Pakt. Die eine finanziert mit ihrem Gehalt das Studium der anderen. Bronia geht nach Paris. Maria arbeitet als Gouvernante und später als Hauslehrerin. Ihre Schwester löst ihr Versprechen ein. Maria folgt Bronia nach Paris. Als sich Maria fürs Studium einschreibt, ändert sie ihren Namen in Marie.   

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„Marie Curie und das Rätsel der Atome“ ermöglicht Kindern und Erwachsenen einen interessanten Einblick in das Leben von Marie Curie. Der schwierige Stand der Frau zur damaligen Zeit kann Marie nicht daran hindern, ihre Liebe zu den Naturwissenschaften zu entdecken und ihre Bildung unbeirrt voranzutreiben. Die Angst vor der Polizei beherrscht anfangs ihr Leben. Sprecherin Angelika Thomas schlüpft in die Rolle der jungen Marie und erzählt von ihren einzelnen Stationen. Peter Kaempfe bringt die geschichtlichen Aspekte, das Besondere der Zeit mit ein, sorgt für die notwendige Informationen, übernimmt die Übergänge und den atmosphärischen Hintergrund. Die zurückhaltende, musikalische Untermalung passt gut zum biografischen Inhalt. Marie Curie beeindruckt durch ihr Selbstbewusstsein, ihre Intelligenz, Leidenschaft und Bescheidenheit. Sie straft jeden Lügen, der Frauen nur in der Rolle der Ehefrau und Hausfrau sieht und ihnen darüber hinaus nichts zutraut. Bei ihrem ersten Auftrag als Physikerin in Paris lernt Marie Pierre Curie kennen. Er ist ebenfalls Physiker und ein Genie. Pierre entdeckt das Quadrantenelektrometer, Marie die neuen chemischen Elemente Polonium und Radium. Die beiden sind sich ebenbürtig, haben viele Gemeinsamkeiten, unterstützen sich gegenseitig und führen ein bescheidenes Leben. Der Zuhörer lernt Marie von Anfang an von einer privaten Seite kennen, nimmt an ihren Wünschen, Sehnsüchten und ihren beruflichen Erfolgen teil. Trotz der gekürzten Darstellung gewinnt die Biografie an Intensität. Der hohe Informationsfluss lässt sich durch die wechselnden Perspektiven besser verarbeiten. Marie Curie wird zum Vorbild, erreicht Ruhm und Anerkennung und bleibt dabei ein liebenswerter, bescheidener Mensch, der die Familie am Herzen liegt. Ihr Leben voller Hürden und später auch Neider bewegt.

Zur Hochzeit erhalten Marie und Pierre ein zur damaligen Zeit ganz besonderes Geschenk: Zwei nagelneue Fahrräder. Das Cover zeigt Maries Leidenschaften. Ihren Ehemann, die Naturwissenschaften und gemeinsamen Radtouren. Das Booklet hat ein hilfreiches Wörterbuch parat. Was ist ein Atom? Wer war der mit Marie befreundete Albert Einstein? „Die Errungenschaften der Wissenschaft müssen allen gehören.“ Es geht darum, sie weise zu nutzen. 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover:
Emotion: (3,5)
 
25 Punkte = Hörspaß

Cover: © audiolino

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