Mia und die mega-giga-irre Klassenfahrt
Written by Martina Ernst |
 
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In Band 8 der Mia-Reihe „Mia und die mega-giga-irre Klassenfahrt“ herrscht große Aufregung. Mia und ihre Freundinnen Jette, Alina und Leonie gehen auf Klassenfahrt nach München. Die eine oder andere kleine Katastrophe ist vorprogrammiert.

Fast wäre die Klassenfahrt nach München ins Wasser gefallen. Die Klassenlehrerin ist krank geworden. Gott sei Dank springt die nette Frau Hübsch ein, und es kann mit einer Stunde Verspätung losgehen. Sich auch nur für ein paar Tage von der Familie zu trennen, ist gar nicht so leicht. Mia hat mit Abschiedsschmerz zu kämpfen. Jette tröstet sie. Alina ist in Casper verknallt, und das führt zu Platzproblemen im Bus. Leonie muss neben dem wortkargen Henning sitzen. Mia schlägt schweren Herzens einen Platztausch vor. Nicht das einzige Dilemma. Nach einer Raststätten-Pause fehlen plötzlich zwei Mitschülerinnen.

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Band 8 beginnt mit der wohlbekannten Gute-Laune-Musik von Frank Stehle. Eine richtige Verabschiedung von der Familie gibt es für Mia nicht. Deswegen ist sie zeitweilig etwas bedrückt. Klar, dass sich noch alles einrenkt. Die quietschig-quirlige Jette lenkt Mia auf ihre Art ab. Wie toll Freundschaft sein kann, zeigt die Mia-Reihe. Niemand lässt den anderen im Stich. Mister Rülps alias Casper wird als Freund von Alina akzeptiert. Auf der Klassenfahrt geht es zu wie im normalen Leben, nur dass sich bei Mia und ihren Freunden die Missgeschicke häufen. Henning verursacht ein Malheur, Jette ist spurlos verschwunden, und Mias Überlebenstasche erweist sich nicht immer als praktisch und hilfreich. Die beiden Lehrer Herr Meier und Frau Hübsch müssen gleich mehrmals rettend in Aktion treten. Bald sind die zwei ein eingespieltes Team. Bahnt sich da etwas an? Mia und ihre Freundinnen teilen sich den Beschattungsdienst ein. Frau Hübsch ist immer öfters allein in München unterwegs. Die Freundinnen können sich keinen Reim daraus machen. Was geht hier vor?

„Mega und die mega-giga-irre Klassenfahrt“ ist, wie alle Bände davor, eine liebenswerte, unterhaltsame Geschichte. Es fehlt ihr aber an originellen Ideen. Bei der München-Klassenfahrt handelt es sich um eine harmlose Ausführung. Für die Leser ab 10 Jahren könnte die Geschichte, trotz kleinerer Katastrophen, zu ereignislos sein. Es gibt keine wirklichen Highlights. Auch Jettes überdrehter Charakter kommt nicht wirklich zum Zug. Die Annäherung zwischen Jungs und Mädchen, die normalerweise auf Klassenfahrten stattfindet, wird hier fast völlig außer Acht gelassen. Auch gibt es keine gewagten Aktionen oder heimliche, nächtliche Ausflüge. Da hat das wahre Leben oft mehr zu bieten. Der Humor schwingt immer mit, aber so richtige Schmunzelszenen tauchen nicht auf. Schade. Sprecherin Anne Moll zeigt vollen Einsatz und bleibt die Idealbesetzung. Dank ihr hält sich der Unterhaltungswert des Hörbuchs auf einem höheren Level. Ihr und den Mia-Fans wäre es zu wünschen, dass die zukünftigen Geschichten mehr Fahrt aufnehmen, abenteuerlicher und interessanter sind.

Das Cover zeigt Mia auf Reisen. München ist das Traumziel für Mia und ihre Freundinnen. Die abgebildeten Details sind nicht besonders aufregend. Mit München verbinden Mia und Co. hauptsächlich Brezeln, Dirndl und Jodeln. Klar, dass mit den Vorurteilen aufgeräumt werden muss. Vom Alten Peter bis zum Englischen Garten gibt es viel zu sehen. Das Booklet beinhaltet Infos zu den einzelnen Bänden der Erfolgsserie, zur Autorin Susanne Fülscher und Sprecherin Anne Moll. Auch wenn „Mia und die mega-giga-irre Klassenfahrt“ nicht ganz die Erwartungen erfüllt, für einen lockeren kurzweiligen Zeitvertreib, z.B. während einer Autofahrt zum Urlaubsort, reicht es auf jeden Fall.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere: (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion: (2,5)
 
21 Punkte = Hörspaß

Cover: © audiolino

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