Sind Wahrsager Lügner oder können sie wirklich wichtige Fragen beantworten? Die Sehnsucht nach der Wahrheit lässt Menschen zweifeln. Vielleicht ist die Antwort nicht das, was man hören will. Der 10-Jährige Peter entscheidet sich spontan für das Wagnis. Er will unbedingt wissen, ob seine Schwester noch lebt und wo er sie finden kann. „Du musst dem Elefanten folgen. Er wird dich zu ihr führen.“ Weit und breit gibt es keinen einzigen Elefanten. „Die Wahrheit von heute ist nicht die von morgen.“ Autorin Kate DiCamillo macht es ihrer Hauptfigur Peter nicht leicht an Wunder zu glauben. Warmherzige, wundersame Geschichten sind ihr Steckenpferd. Gleich ich ihr erstes Kinderbuch „Winn-Dixie“ wurde zu einem internationalen Erfolg. In „Der Elefant des Magiers“ lässt sie die Zeit der Märchen, Mythen und Legenden aufleben.

Endlich gibt es Neues aus der Friedhofstraße 43 auf die Ohren. Nach „Gespenster gibt es doch!“ treibt Gespenst Olivia in „Nur über meine Leiche!“ ihr Unwesen. Die traute Viersamkeit mit Ignaz B. Griesgram, Severin und Katze Mohrle wird von einem fiesen Besserwisser gestört, der Halloween und Gespenstergeschichten verbieten will. „Nur über meine Leiche!“ denkt Olivia und tritt in Aktion. Der zweite Teil der Hörbuchreihe funktioniert nach bewährtem Muster mit witzigen Charakteren, origineller Musik, passenden Geräuschen, turbulenten Briefwechseln und Zeitungsnachrichten. Olivia demonstriert mal wieder auf humorvolle Weise, dass ein Gespenst sich gegen alle Arten von Dummheiten wehren kann, auch wenn es unsichtbar ist. Schräg komische Unterhaltung für die ganze Familie.

Die Buchreihe um den 12-jährigen Hugo ist Kult. Hugo leidet an chronischer Selbstüberschätzung und bringt sich mit vorlauten Sprüchen in die unmöglichsten Situationen. Dieses Mal soll er in einem Schultheaterstück die Hauptrolle spielen und singen. Klar, dass Hugo von sich überzeugt ist, sich aber eigentlich drücken will. Das mit den Ausreden klappt nicht so wie er es vorhat. Autorin Sabine Zett spinnt um den Möchtegernstar lustige, realitätsnahe Geschichten. Wer träumt nicht davon, etwas ganz Besonderes zu sein? Hugo ist eigentlich ganz egal welche Karriere vor ihm liegt, Hauptsache er wird berühmt. Dank Patrick Möllekens jugendlich frecher Hugostimme springen die Hugo-Hörbücher auf die Hitschiene auf und sorgen für turbulenten Hörspaß.

Endlich ein neues Ferientagebuch von Mila! Die Autorin der "Freche Mädchen - freche Bücher"-Reihe Bianka Minte-König schickt Mila nach dem Mallorcaabenteuer in die Stadt der Liebe: Paris. Klar, dass Mila schnell dem Charme der Stadt erliegt und vor Begeisterung platzen könnte. Das liegt nicht nur an den touristischen Attraktionen. Der charmante Philippe sorgt für eine Riesenportion Schmetterlinge in Milas Bauchregion. Erfrischende Gute-Laune-Geschichten sind Bianka Minte-Königs Stärke. Milas und Hannas Entdeckungsreise lässt Paris strahlen und zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

Abschied hat immer etwas Schweres, kaum Begreifbares. Trauer und Verzweiflung liegen nah beieinander. „Wie Niklas ins Herz der Welt geriet“ befasst sich auf einfühlsame Weise mit dem Thema. Den Autor Gert Scobel kennt man eigentlich als Journalist, Regisseur und Fernsehmoderator. Dieses Kinderhörbuch ist daher auch anders als andere. Inspiriert von der japanischen Philosophie zeigt Gert Scobel hier seine sanfte Seite. Entstanden ist ein kleines Hörbuchjuwel. Eine sehr kurze Geschichte mit einem weisen Kern, die einem den Umgang mit der Trauer erleichtern kann. Erinnerungen sind dann keine Last mehr, sondern wunderbare Augenblicke.

Viele Kinder wünschen sich ein großes Haus mit einem eigenem Zimmer. Einen eigenen Hund und einen Basketballkorb in der eigenen Hofeinfahrt. Eine Schule ohne Schuluniform und eine beste Freundin, die genau gegenüber wohnt. Doch für Annabelle ist das der alltägliche Horror.

Etwas Verbotenes hat auch immer etwas unwiderstehlich Reizvolles. Wenn irgendwo „Nicht drücken!“ drauf steht, ist das Aufregung pur. Nach kurzem Zögern landet der Finger auf dem Schalter und das Chaos beginnt. Der Autor von "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" Gernot Gricksch hat sich mit „Nicht drücken!“ eine schräg verrückte Kinder-Knüllergeschichte ausgedacht. Nach harmlosem Anfang geht die Post ab. Ein merkwürdiges Ereignis nach dem anderen geschieht. Die Welt steht auf dem Kopf. Siri, Ivana und Ole kommen aus dem Staunen nicht heraus. Wie lässt sich bloß alles wieder rückgängig machen?

Die Coolman-Serie ist schon in Buchform ein Hit. Als Hörbücher sind die Geschichten um Kai und seinen unsichtbaren Freund unschlagbar. Die fehlenden Comics von Heribert Schulmeyer machen eine untypische, aber geniale Inszenierung mit actionreicher Musik und skurrilen Geräuschen wieder wett. Die Sprecher David Wittman und Robert Missler sorgen für urkomische, actionreiche Unterhaltung. Ein Hörspaß, den man nicht verpassen sollte.

Aus Geisterbahnen den alten Muff auszutreiben und mit neuen Ideen zu glänzen, ist oft gar nicht so einfach. Bei Gespenstergeschichten ist es ähnlich. Schön, dass es dann ein Gespensterhörbuch schafft, dermaßen zu überraschen. „Gespenster gibt es doch!" ist Comedy pur. Da bleibt einem nicht das Lachen im Halse stecken und man setzt keine Spinnweben an. Verrückt, originell mit grandiosen Einfällen und tollen Sprechern. Selbst die Musik hat Ohrwurmcharakter. Kein Wunder, dass es im August 2012 auf Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste gelandet ist. „Gespenster gibt es doch!“ ist der erste Teil der Friedhofstraße 43-Serie. Es lauern noch viele Überraschungen in der Stadt Schauderburg.