Jeremiah Pearson: Der Bund der Freiheit - Die Ketzer
Written by Martina Ernst |
 
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„Der Bund der Freiheit – Die Ketzer“ ist nach „Der Bund der Freiheit – Die Täuferin“ Band 2 der historischen Saga. Handlungsorte der Trilogie sind Böhmen und Deutschland.

Auf der Flucht vor ihren Verfolgern finden Kristina, Witter und ihre Freunde Unterschlupf in Giebelstadt. Dort grassieren die Pocken. Als ihre schützende Hand Dietrich stirbt, muss Kristina sich mit der launenhaften Herrin Anna arrangieren. Fürst Konrad schmiedet derweil Intrigen, um baldmöglichst Giebelstadt und die dazugehörigen Ländereien sein Eigen zu nennen.

 

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Dramatische Musik lässt die passende Atmosphäre für Band 2 aufkommen. Kristina setzt alles daran, die Mission ihrer Mutter fortzuführen und anderen das Lesen beizubringen. Zu den Aufgaben der Täufer zählt auch, denjenigen, die das Lesen lernen, die Heilige Schrift näherzubringen. Lesen lernen ist in vielen Orten bei Strafe verboten, und nur Priester dürfen die Heilige Schrift lesen und erklären. Das zentrale Thema nimmt viel Raum ein. Lohnt es sich für die Mission das eigene Leben zu opfern? Die Täufer stoßen auf viel Widerstand. Erst nach und nach wird einigen Dorfbewohner klar, dass sie durch Lesen und Wissen profitieren. Das Tempo der Geschichte ist eher langsam. Unter den vielen Perspektivwechseln leiden Unterhaltungswert und Spannung. Die Charaktere bleiben blass. Bei manchen versiegt der Kampfgeist aufgrund der Widerstände und Bedrohungen. Im Gedächtnis bleiben eher die Frauen als die Männer. Glaube, Unterdrückung, Hoffnung, Hass, die Herausforderungen der Zeit lassen nicht viel Spielraum für Neues. Kristina hat kaum Möglichkeiten, etwas zu verändern. Die Liebe bleibt in Band 2 eher eine Randerscheinung. Sprecherin Ranja Bonalana schafft es, sich auch in die unterschiedlichsten Emotionslagen der Männer hinein zu versetzen. Ihre Stimme passt gut zur Hauptfigur Kristina. Band 2 umspannt gleich mehrere Jahre. Zeitsprünge überraschen. Mutiger Widerstand von unerwarteter Seite und eine heikle Mission sind die Highlights der Geschichte. 464 Minuten ziehen sich hin. Der Plot will nicht überzeugen. Alles wirkt etwas übertrieben und klischeebehaftet. Gute gelungen ist der Ausklang. Er macht neugierig auf Band 3.

Das Cover passt zum Genre, hebt sich aber nicht von der Masse ab. „Der Bund der Freiheit – Die Ketzer“ ist etwas für eingefleischte Fans historischer Romane. Ein kurzweiliger Zeitvertreib, nicht mehr.   

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung:  (4,5)
Cover: 
Emotion:
 
17,5 Punkte = Durchschnitt

Cover: © Luebbe

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