Morgenstern: Todeszone Sinai (02)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Auch die Serie Morgenstern geht nun in die zweite Runde. Nachdem ich den ersten Teil tendenziell eher als durchschnittlich empfand, bin ich gespannt, ob man im zweiten Teil eine Schippe drauf legt und sich nochmal etwas steigert. Der Titel lässt Spannung erhoffen, hören wir also mal, ob die Geschichte hält, was der Titel verspricht.

Wie man sich bei dem Titel schon denken kann, wird uns die Geschichte wohl in nordafrikanische Gefilde führen. Und tatsächlich bekommt der Potsdamer Privatdetektiv Chris Morgenstern von einer besorgten Mutter den Auftrag nach Dr. Robert Beck zu suchen, der zuletzt für eine Hilfsorganisation in Kairo tätig war. Morgenstern macht sich also auf den Weg nach Ägypten und beginnt mit seinen Recherchen. Bald schon steht das nächste Ziel fest und begleitet von einem hilfsbereiten Ägypter, der Beck persönlich kannte, macht er sich auf in den Sinai. Nach dem Sturz Mubaraks sieht es dort nicht besonders rosig aus und organisiertes Verbrechen hat sich dort breit gemacht. Die Frage ist: „Gibt es einen Zusammenhang mit dem Verschwinden Robert Becks?“ Nach und nach tut sich der Abgrund des Verbrechens weiter auf und weit fernab von Gesetz und Ordnung muss Morgenstern sehen wie er weiterkommt. Das nächste Stichwort, das die Geschichte prägt ist „illegaler Organhandel“. Diese Spur bringt den Potsdamer immer dichter an sein Ziel, aber kann er alleine gegen eine ganze Verbrecherbande bestehen und lebt Beck überhaupaupt noch? Ich werde nicht zu viel verraten, aber der Leser kann sich sicher denken, dass man diese neue Serie nicht mit einem in der Wüste hingerichteten Chris Morgenstern beenden wird.

 

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Nachdem die inszenierte Lesung verklungen ist, muss ich sagen, dass ich im direkten Vergleich zur Vorgängerfolge einen deutlich besseren Gesamteindruck habe. Die Geschichte vermochte mich durchweg zu interessieren und zu unterhalten. Woran mag das liegen? Vielleicht ist es einfach die ganze Szenerie, die Ermittlungen in der ägyptischen Wüste sind einfach mal etwas völlig anderes. Drogenhandel in irgendwelchen deutschen Großstädten, so wie in Folge 1, hat es schon oft in Hörspielen und -büchern gegeben. Die Thematisierung illegalen Organhandels in Dritte-Welt-Ländern ist dagegen mal etwas anderes. Und das ist wohl auch der springende Punkt. Zudem muss ich auch sagen, dass die „Inszenierung“ dieser Lesung deutlich besser gelungen ist als im Vorgänger. Dort empfand ich die Kulisse zuweilen als etwas zu karg an Geräuschen etc. Hier ist ein guter Mix gelungen, der die Szenerie und Handlung prima unterstreicht. Auch Olaf Reitz' Vortrag fügt sich vielleicht einen Tick besser ins Gesamtbild und manche Passagen werden ein wenig besser unterstrichen, zumindest war das mein subjektiver Eindruck. Man stellt auch eine Verknüpfung zur ersten Folge her, allerdings bleibt das noch alles etwas wage, so dass erst die nächsten Folgen zeigen werden, was wirklich dahinter steckt.

Fazit: Mit "Todeszone Sinai" gelingt eine deutliche Steigerung im Vergleich zur ersten Folge, zum einen durch eine interessantere Geschichte und zum anderen durch eine durchweg besser gelungene Inszenierung dieser Lesung. So kann es gerne weitergehen, ich bin gespannt auf den dritten Teil.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover: (3,5)
Emotion:
 
25,5 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Folgenreich