Jörg Steinleitner: Hirschkuss
Written by Marilena Häfner |
 
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Wälder, scheinbare Morde und undurchschaubare Verdächtige, damit muss sich Anne Loop als Polizistin der Kripo beschäftigen. Nicht nur das, auch ihr Familienleben  darf sie auf die Reihe bekommen. Wem wunderbare Spannung nichts ausmacht, für den dürfet dieser Fall kein Problem sein.

Der Jäger braucht eine Kurzwaffe zum Töten von Raubwild
sowie für Fangschüsse; ferner auch in Notwehrfällen zur Selbstverteidigung.
Helmut Krebs, Jagdexperte

"Hirschkuss" ist Anne Loops fünfter großer  Fall. Diesmal verschlägt es sie und ihre Kollegen in die mörderische Idylle eines Bergwaldes 50 Kilometer von München entfernt, um eine beim Joggen spurlos verschwundenen Bankerin zu suchen und die Sache aufzuklären. Dabei bleibt es nicht, nachdem ein Pärchen nur noch tot nach dem Spaziergang im Wald geborgen werden kann, eine Buche explodiert, die einen Menschen unter sich begräbt, und ein Unternehmer, der im ganzen Wald Pappeln pflanzen will unter sonderbaren Umständen stirbt, ermittelt Anne Loop auch auf eigene Faust und begegnet vielen scheinbaren Verdächtigen mit und ohne erkennbarem  Motiv. Anne Loop ist nicht nur eine unbestechliche Polizeihauptmeisterin, sondern auch Mutter und gerade  frisch verliebt, so hat sie Beruf und Privatleben zu trennen und auf ihren Schultern zu balancieren.

 

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Nach „Tegernseer Seilschaften“, „Mörderwinkel“, „Aufgedirndlt“ und „Räuberdatschi“ ist „Hirschkuss“ der fünfte „Anne Loop“-Fall. Natürlich wird diesmal auch wieder gemordet, gestorben und ermittelt. Ganz nach Steinleitner Manier kommt auch Frau Loops Privatleben nicht zu kurz, so wird dieser  „Hirschkuss“  nicht nur für Krimi-Fans zum spannenden Erlebnis,  für welchen  Mitfiebern und Mitraten Programm sind. Das Ende zu verraten wäre natürlich Schwachsinn, nur Eines vorweg, es ist nicht so leicht wie es scheintund es stecktmehr Geheimnis hinter den vermeintlichen Morden als anfangs gedacht. Oscar Wilde sagte einst:  „Das eigentliche Mysterium der Welt ist das Sichtbare, nicht das Unsichtbare.“  Wer sich diesen Leitspruch zu Herzen nimmt und wem der Begriff Hirschkuss ein Hinweis ist und gut kombiniert, hat den Fall zusammen mit Anne Loop  bis zum Ende gelöst.

Jörg Steinleitner liest seine produzierten Hörbücher selbst. Und zwar gut, sehr gut, einfühlsam und authentisch. Mit Inbrunst und Leidenschaft, mit Charme und Charakter. Er braucht niemanden der für ihn liest. Er versteht es sich in seine Protagonisten hineinzuversetzen und sein Geschriebenes sympathisch und humorvoll nicht vorzulesen, sondern zu inszenieren und zu präsentieren. Um „Hirschkuss“ folgen zu können, muss man Anne Loops vorherige Fälle nicht verfolgt haben, was natürlich schade wäre, aber der Einstieg in ihre Fälle ist einfach und fließend.

Für alle, die übrigens nicht wissen, was ein echter Hirschkuss ist: ein Hirschkuss ist ein vollmundiger, feinherber Kreuterlikör,  traditionell hergestellt nach alt überlieferten Familienrezept und geheimer Rezeptur aus rund 40 verschiedenen Kräutern und Wurzeln, viele davon aus der Alpenregion.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:
 
27 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Lagato

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