Tess Gerritsen: Die Meisterdiebin
Written by Martina Ernst |
 
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Mit dem Thriller „Kalte Herzen“ schaffte Autorin Tess Gerritsen 1996 den internationalen Durchbruch. Die Fernsehserie Rizzoli & Isles basiert auf ihrer Thriller-Reihe Maura Isles & Jane Rizzoli. In „Die Meisterdiebin“ gibt Clea den Männern Rätsel auf.

Bei einem sensiblen Gentleman-Auftrag kommt Jordan Tavistock Clea Rice in die Quere. Die beiden müssen gemeinsam flüchten. Durch Zufall treffen sie sich wieder. Clea gibt sich als jemand anderen aus, aber ihre neue Haarfarbe kann Jordan nicht täuschen. Der neue Plan der schönen Unbekannten ist offensichtlich. Soll Jordan sie aufhalten?

 

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Die dramatisch-düstere Musik und das Zitat bieten eine gute Überleitung zum Prolog. Was hat es mit dem sinkenden Schiff auf sich? Eine Wende schockiert. Handlungswechsel. Jordan soll seiner alten Flamme Veronica aus einem Schlamassel helfen. Was, wenn er bei der Tat erwischt wird? Die Frauen in „Die Meisterdiebin“ gehen raffiniert vor und wickeln die Männer um den kleinen Finger. Clea erweist sich als Verwandlungskünstlerin und setzt die Waffen einer Frau gezielt ein. Ein bisschen erinnert sie an Catwoman. Ihre kaltblütigen Gegner sind ihr dicht auf den Fersen. Welches Geheimnis verbirgt Clea? Was ist Lüge, was Wahrheit? Jordan versucht das Rätsel zu lösen und gerät ebenfalls in Gefahr. Mit der Zuspitzung der Lage für Clea kommt Spannung auf. Was für eine Rechnung hat der Feind mit ihr noch offen? Dass die überlegte, kühle Clea plötzlich Angst zeigt, kommt überraschend. Fällt langsam ihre Fassade? Eigentlich ist sie auf Hilfe angewiesen, aber das will sie nicht einsehen. Ihre Sturheit kann ihr noch zum Verhängnis werden. Die markant-männliche Stimme von Schauspieler Michael Hansonis passt gut zu Jordan. Der Aristokrat und Gentleman hat Charme und übt Anziehungskraft auf weibliche Zuhörer aus. Welche Frau hätte nicht gerne so einen Mann an ihrer Seite? Auch Jordans Schwager Richard ist sympathisch. Trotz Flucht und Verfolgungsjagden, die Geschichte ist nicht so fesselnd wie erwartet. Erst mit einer Wahrheit über Clea überrascht die Story wirklich. Zum Schluss zieht das Tempo an. Der Showdown findet an einem ungewöhnlichen Ort stand. Ein Zeitproblem erhöht die Spannung. Etwas viel geballte Dramatik. Das Ende lässt sich voraussehen. Humor hätte gerne den Kitsch verdrängen können.   

Was hat es mit dem Dolch auf sich? Das blutige Detail verspricht Spannung. Der Titel wirkt nicht sehr düster und weist ein bisschen auf die romantische Seite der Geschichte hin. Neugierig macht von Anfang die undurchsichtige Hauptfigur. „Die Meisterdiebin“ überzeugt mit der Grundidee und einer unterhaltsamen Liebesgeschichte.  

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung: (3,5)
Charaktere: 
tech. Umsetzung: 
Cover:  (3,5)
Emotion:
 
21 Punkte = Hörspaß

Cover: © Lübbe

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