Karin Slaughter: Letzte Worte
Written by Adriane Haussmann |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Jeffrey Tolliver, eine der Hauptfiguren der Grant-County Romane, ist tot. Ermordet. Seine Frau Sara, die den medizinischen Teil der Aufklärungen übernahm, ist weggezogen. Das Team hat einen neuen Vorgesetzten. Doch Saras Familie lebt nach wie vor in ihrem Häuschen und diese möchte Sara nun besuchen.

Zur gleichen Zeit wird ein Mädchen aus dem See gezogen. Alles deutet auf Selbstmord hin bis ein kleines Zeichen entdeckt wird, das nach allem aussieht, nur nicht nach Selbstmord. Der Täter ist schnell gefunden. Ein früherer Patient von Sara! Der behinderte Junge soll den Selbstmord fingiert haben. Da kann doch etwas nicht stimmen! Sara mischt sich ein – zu spät. Denn Tommy hat sich bereits das Leben genommen und eine blutige Nachricht hinterlassen: „Ich war’s nicht!“. Hat Lena, die am Tod Jeffrey Tollivers mitschuldig ist, wieder einen Fehler gemacht? Sara will die Wahrheit wissen und dieser Frau ein für alle Mal die Marke nehmen und dazu holt sie sich Hilfe – Hilfe bei keinem geringeren als GBI-Ermittler Will Trent.

 

Eingefleischten Karin Slaughter Fans dürfte bei dem Namen Will Trent sofort ein Licht aufgehen. Ist Will Trent doch die Hauptfigur der Atlanta Romane. Zum zweiten Mal nach „Tote Augen“ lässt sie in „Letzte Worte“ die Hauptfiguren aufeinander treffen und setzt damit den Grundstein für die Georgia Romane, die damit weitergeführt werden.

Will Trent, der zurückhaltende und kühle Kopf, der genau analysiert. Sara, die mittlerweile emotional Strapazierte, die von Rachegefühlen gegenüber Lena Adams geplagt wird. Eine Konstellation, die in den Ermittlungen schnell vorankommt, doch die es nicht zu solch hitzigen Diskussionen kommen lässt wie einst zwischen Sara und Jeffrey. Irgendwie fehlt den Protagonisten dieses Mal ein bisschen der Charakter, denn auch Lena Adams sorgt dieses Mal nicht für Überraschungen. Es ist deutlich anzumerken, dass der Tod von Jeffrey Tolliver Trümmer hinterlassen hat.

 

Karin Slaughter legt wieder falsche Fährten und baut ihren Roman erneut parallel auf. So können wir an mehreren Orten zur selben Zeit sein und erfahren, was die Protagonisten tun. Der Fall ist gewohnt verstrickt und nicht direkt zu durchschauen, so dass es auf die letzten Minuten der sechsten CD ankommt. Denn erst auf der letzten CD erwarten uns die Fakten, die das Lösen des Falls erst möglich machen.

Bei der Umsetzung fiel die Wahl als Sprecherin auf Nina Petri, die mit ihrer markanten und tiefen Stimme für das nötige Spannungsgefühl sorgt und dieses bis zum Ende halten kann. Ein Ende, das den Hörer mit Fragen zurücklässt. War es dies nun endgültig? Oder plant Karin Slaughter ein Wiedersehen mit den bekannten Protagonisten? Die Fans werden sich wohl gedulden müssen und haben mit „Letzte Worte“ einen weiteren spannenden Thriller erhalten, der einen zurück an bekannte Orte bringt und gut umgesetzt wurde, so dass man sich das Hörbuch anhören kann ohne Angst zu haben die gewisse Spannung, die beim Lesen entsteht, verlieren zu müssen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story:

Aufbau: 

Atmosphäre:

15 Sterne = gut gelungen

Cover: © Random

Jetzt bei thalia bestellen

oder

[amazonadd=3837117960]