Der neue Fall des Ermittlerduos Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff entpuppt sich als undurchsichtiges Verwirrspiel. Wer hat den Nachtwächter ermordet? Ein nachgewiesener Wiederbelebungsversuch wirft Fragen auf. Hatte der Täter ein schlechtes Gewissen bekommen? Falsche Fährten, betrügerische Machenschaften, nichts ist so wie es scheint. „Wer Wind sät“ kommt erst langsam in Fahrt, hat dann aber interessante Wendungen parat. Ganz treffend nach dem Motto „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“

Ein kleiner Junge verschwindet spurlos. Charlotte Schneidmann, Kommissarin im gemütlich-beschaulichen Münster, setzt alles daran, Leo zu finden. Dabei will sie nicht nur den Eltern ihr Kind zurückbringen, sondern muss sich auch mit ihrer eigenen Kindheit auseinandersetzen. Die alles andere als erfreulich war … Kathrin, die Mutter des entführten Kindes, ist zurück in ihrer Heimatstadt in Westfalen und fühlt sich zunächst allein. Dann lernt sie Tanja, die Mutter von Leos Kindergartenfreund Ben kennen, die beiden Frauen freunden sich an. Als Kathrins Vater überraschend stirbt, passt Tanja während dessen Beerdigung auf Leo auf. Dann kommt Kathrin nach Hause – und ihr Kind ist verschwunden. Ebenso wie Tanja, deren Identität sich als Lüge herausstellt.

Verkrachte Existenzen bieten immer ausreichend Stoff für Geschichten. In „Drogenpott“ hat der 21-Jährige Mischa Schriewer gleich einen ganzen Haufen Probleme am Hals. Drogen, falsche Freunde, eine schlimme Vergangenheit und gespaltene Persönlichkeit. Autorin Frauke Burkhardt strickt ein Netz aus fürsorglichen Personen um eine zerrissene Hauptfigur. Im Vordergrund steht Mischas unaufhaltsame Weg ins Abseits der Gesellschaft. Kann er ganz unten angekommen das Ruder noch herumreißen oder steht am Ende der Goldene Schuss?

Auch ein Meisterdetektiv hat einmal jung angefangen. Sherlock Holmes, unangefochtene Nummer eins unter den Spürnasen dieser Welt, war, man mag es nicht unbedingt glauben, auch einst ein unbedarfter, etwas schüchterner, aber dennoch cleverer und gewitzter Knabe, dem der Hang zum Abenteuer ebenso in den Knochen steckte, wie der Wunsch, Geheimnissen auf die Spur zu kommen und sie zu entschlüsseln. In seinen ersten Fall – ob er Watson je davon erzählt hat? – rutscht der junge Sherlock mehr durch Zufall herein. Er ist 14 Jahre alt und wartet in der Schule darauf, von seinem Vater in die Ferien abgeholt zu werden. Statt des Vaters taucht jedoch sein älterer Bruder Mycroft auf und überbringt dem Jungen unerfreuliche Nachrichten: Der Vater musste in den Krieg ziehen und er, Sherlock, solle die Ferien bei entfernten Verwandten verbringen. Wenig begeistert, aber ohne die Chance, etwas zu ändern, begibt sich Holmes in die wohl ödesten Ferien seines Lebens.

Auf www.neobooks.com kann man die „Bestseller von heute und morgen entdecken“. So hat es auch Autor L.S. Anderson mit seinen Geschichten zu ersten Erfolgen gebracht. Wer steckt hinter dem Pseudonym L.S. Anderson? Über den Autor wird nur verraten, dass er Ingenieur ist und „wie die meisten Menschen, ein Leben reich an bedeutungslosen Zufällen, Banalitäten, Leerlauf und unnützen Anstrengungen führt.“ Sehr geheimnisvoll! Sein Thriller „Entbehrlich“ erinnert an die Serie „The Transporter“ mit Jason Statham. Der ehemalige Polizist und Soldat Walter Ross ist zwar nicht ganz so cool, kann sich in brenzligen Situationen aber ebenso knallhart wehren wie der Kinoheld.

Joy Fielding ist eine renommierte kanadische Bestsellerautorin, ihre Romanfiguren sind in der Regel weiblich, gutaussehend und aus besseren Verhältnissen. Meist lässt sie auf den ersten Blick perfekte Familienverhältnisse oder Beziehungen in Zeitlupe ins Desaster kippen, hinter der polierten gutbürgerlichen Fassade lauern Abgründe wie Vergewaltigung oder Kindesentführung. Mit dem Psychothriller "Lauf, Jane, lauf" gelang ihr 1991 der internationale Durchbruch, praktisch alle nachfolgenden Romane verkauften sich blendend. Leider reagierten ihre zahlreichen, zumeist weiblichen Fans eher enttäuscht auf die Werke der letzten Jahre. Nun bringt der Hörverlag eine Hörbuchversion des 2011 erschienen Thrillers "Herzstoß" heraus, praktisch ungekürzt, gut aus dem Englischen übersetzt und hervorragend gesprochen von Hansi Jochmann. Die große Frage lautet nun selbstverständlich: Ist Joy Fielding wieder ganz "die Alte" und kann sie die Sehnsüchte und Erwartungen ihrer Leserschaft erfüllen – oder setzt es eine weitere Enttäuschung?

Einen leicht morbiden Charme strahlt es aus, das Moor. Doch was es an diesem Tag preisgibt, ist mehr, als nur ein Hauch des Verfalls. Grotesk offenbart sich einem Journalisten, der eigentlich nur ein paar Kraniche fotografieren wollte, eine Leiche. Ein totes Kind liegt da im Uplengener Moor. Doch es ist nicht einfach der Körper eines kleinen Menschen, es ist ein diffizil gearbeitetes Drahtgestell, die Nachbildung eines Skeletts, über das die Haut gespannt ist. Ein nervenaufreibender Fall für Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen von der Auricher Kriminalpolizei beginnt. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Frage, wer zu solch einer Tat fähig ist, sondern vor allem, wer in der Lage ist, einen menschlichen Körper in eine Puppe zu verwandeln. Noch während Klaasen und Co. erste Spuren auswerten, ereignet sich im unweit entfernten Norddeich ein weiteres Drama.

Es ist kurz nach der Wende mitten in Brandenburg. Ein Geschehen macht ein ganzes Dorf sprachlos und setzt es unter Schock. Die Bewohner wanden ab, die wenigen, die zurückbleiben sind von Hoffnungslosigkeit geprägt. 20 Jahre später. Ein ungewöhnlicher Mord in der Hauptstadt sorgt für Aufsehen und es scheint als herrsche eine Verbindung in das vereinsamte Dörfchen im Herzen Brandenburgs.

Die Alexander-Gerlach-Krimireihe hat schon zahlreiche Fans gewonnen. Mit der neuen Folge „Eiskaltes Schweigen“ werden noch weitere dazu kommen. Krimis mit einem Ich-Erzähler sind selten. Autor Wolfgang Burger schafft damit Atmosphäre, lässt Leser und Zuhörer mit seiner Hauptfigur mitfiebern. In „Eiskaltes Schweigen“ wird es für den Chef der Kriminalpolizei Alexander Gerlach persönlich. Mord, Erpressung, Entführung, ein alter Banküberfall. Der Fall A. Bovary ist mysteriöser als gedacht. Vor wem hat sich das Opfer gefürchtet? Bald schon offenbaren sich Verstrickungen, die den Kriminaloberrat in eine „verteufelte Zwickmühle ohne Ausweg“ bringen.