Bianka Minte-König: Flirtfieber & andere Katastrophen
Written by Martina Ernst |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Die Freche Mädchen – Freche Bücher-Reihe startete 1998. Von der Kiki-Serie gibt es inzwischen acht Bände. Im siebten Band „Flirtfieber & andere Katastrophen“ dreht sich alles um die Liebe.

„Das Leben ist eine Achterbahn.“ Bisher bestand Kikis Leben nur aus Krisen und Katastrophen. Endlich geht es steil bergauf. Kiki ist in Benni verliebt. Dumm nur, dass er kurz nach dem Anbandeln auf Kursfahrt muss. Dann ist auch noch Kikis Freundin Mona am Boden zerstört, weil ihr Freund Bastian nach Süddeutschland zieht. Zeit, dass die Pepperdollies den Freundschaftsalarm auslösen und Mona zu Hilfe eilen. Kiki hat eigentlich mit ihren eigenen Problemen zu tun. Mit Benni kommt es zu Missverständnissen, sie muss sich mit schlechten Schulnoten herumärgern und ihr Vater nervt mal wieder. Er will unbedingt, dass wie wieder mit ihrem Ex Mike zusammen kommt.

PersonalNOVEL - Personalisierte Bücher und Romane

„Flirtfieber & andere Katastrophen“ startet mit actionreicher, mitreißender Musik. Der Einstieg ist sehr gelungen. Hauptfigur Kiki wächst einem mit ihrer liebenswerten, chaotischen Art schnell ans Herz. Ihre Liebe zu Benni ist noch ganz frisch, da müssen sich die beiden schon trennen. Kann sie ihm vertrauen? Ihr innerer Coach macht Kiki das Leben schwer. Die Dialoge zwischen der inneren Stimme und Kiki sind zeitweise ganz unterhaltsam, aber ein richtiger Pluspunkt ist dieser Einfall nicht für die Geschichte. Witzig ist der Name „Pepperdollies“ für den Mädchenclub. Das hört sich gleich viel wichtiger an. Leider kommen die Pepperdollies nur gefühlsmäßig zum Einsatz und spielen nur eine Nebenrolle in der Geschichte. So ganz nebenbei fließen Themen wie das Sahel-Projekt und der Tierschutz mit ein. Das gibt „Flirtfieber & andere Katastrophen“ einen ernsten Touch. Die Botschaft, man kann seine Freizeit und sein Geld auch sinnvoll einsetzen, kommt an.

Bianka Minte-Königs Tochter Gwyneth Minte ist als Sprecherin sehr engagiert. Manchmal erinnert es noch zu sehr ans Vorlesen. Es fehlt auch die Wandelbarkeit, so dass sich Personen manchmal schwer unterscheiden lassen. Dafür trumpft sie mit ihrer überschwänglichen, erfrischenden Art auf und bringt viel positive Energie in die Geschichte. Ein Highlight ist das Dinner im Dunkeln. Eine Steilvorlage für lustige Ereignisse. Ein bisschen zu oft wird auf die Tränendrüse gedrückt. Lieber einmal öfters über ungeschicktes Verhalten lachen. Das kommt besser an. Der Zwiespalt, in dem Kiki steckt, ist verständlich. Sie möchte Benni unbedingt gefallen und ist verzweifelt, wenn etwas schief geht. Da Kiki unter dem KAS = Katastrophenanziehungs-Syndrom leidet, ist ihr Glück immer nur von kurzer Dauer. Sie taumelt von einem Wechselbad der Gefühle zum nächsten. Kiki hat die gleichen Probleme wie andere Mädchen in ihrem Alter: Jungs, Schule, Eltern. Es läuft eben nicht immer alles glatt. Mit dem Willen, alles wieder in den Griff zu kriegen und sich nicht ausbremsen zu lassen, ihren kreativen Ideen und sozialem Einsatz wird das Chaosmädchen sogar zum Vorbild.

Auf dem Cover ist mal wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Für Benni lohnt es sich zu kämpfen. Der andeutungsvolle Titel und das farbenfrohe Cover spricht die Zielgruppe perfekt an. „Flirtfieber & andere Katastrophen“ ist für Mädchen ab 10 Jahren gedacht. Es fällt nicht schwer, Fan der Buch- und Hörbuchserie zu werden. Ein paar Klischees werden erfüllt. Die Geschichte bietet nicht allzu viele Überraschungen, aber sie ist aufgrund der liebenswert chaotischen Hauptfigur sehr unterhaltsam. Gerne dürfen die Pepperdollies beim nächsten Mal noch mehr zusammen erleben und rasante Abenteuer bestehen. Die Jungs dürfen ein bisschen geheimnisvoller werden. Mehr zur Autorin und ihren Büchern gibt es auf www.biankaminte-koenig.de oder in unserem Interview.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: (3,5)
Cover:
Emotion:
 
19,5 Punkte = Rohdiamant

Cover: © Hörbuch Hamburg

Jetzt bei audible downloaden

oder