Bianka Minte-König: Popstars & andere Katastrophen
Written by Martina Ernst |
 
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In Band 8 der Kiki-Serie „Popstars & andere Katastrophen“ ist Kiki zwischen zwei Jungs hin- und her gerissen . Ex- Schwarm Popstar Dave Divine platzt mitten in ihr Glück mit Benni. Das Gefühlschaos lässt sich nicht aufhalten.

Kiki ist völlig aus dem Häuschen als sie erfährt, dass ihre Mutter Popstar Dave Divine für die Schuluniform-Werbekampagne ergattert hat. Kiki war Managerin seines Fan-Clubs und mal total in ihn verknallt. Beim Wiedersehen mit Dave fällt Kiki glatt in Ohnmacht. Warum spielen die Schmetterlinge im Bauch verrückt? Eigentlich ist sie doch glücklich mit Benni. Und dann taucht auch noch bei jeder Gelegenheit die Frontsängerin der „Happy Spirits“ Mika auf und macht sich an Dave und Benni ran.

 

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„Kiki ist immer für eine Katastrophe gut.“ Mädchenschwarm Dave Divine kann sie einfach nicht widerstehen. Zumal alte Erinnerungen an einen Kuss auftauchen. Der Typ ist noch cooler geworden. Die Schwärmerei für einen Popstar wird zur Basis für eine unterhaltsame Geschichte. Jedes Mädchen kann sich in Kikis Lage versetzen. Steht der angehimmelte Star plötzlich vor einem und ist auch noch total charmant, gerät die Welt völlig aus den Fugen. Die weibliche Konkurrenz schläft nicht. Die ganze Schule steht Kopf. Freund Benni vertraut Kiki völlig und ist von ihrem seltsamen Verhalten verwundert. Nicht alles ist so wie es scheint. Missverständnisse und peinliche Szenen sind vorprogrammiert. Ein Highlight ist das Eis-Malheur. Kikis Bauchgefühl führt sie oft auch bei Entscheidungen außerhalb von Liebesdingen in die Irre. Die Aneinanderreihung von Chaosaktionen wirkt manchmal etwas übertrieben.

Sprecherin Gwyneth Minte versucht Kikis verrückte Erlebnisse plausibel rüber zu bringen. Zum Schmunzeln reicht es allemal. So ganz nebenbei geht es um die Diskussion Pro und Contra Schuluniform. Die Pepper Dollies sind unterschiedlicher Meinung. Gar nicht so einfach, den jeweiligen anderen Standpunkt zu akzeptieren. Kiki-Geschichten bieten nicht nur altersgerechte Unterhaltung, sondern greifen auch immer wieder aktuelle Themen auf. Sehr gelungen ist die stimmungsvolle musikalische Ein- und Ausleitung. Bei den Übergängen zwischen den Kapiteln hätte die Musik für zusätzliche Atmosphäre sorgen können. Schließlich steht die Musik in „Popstars & andere Katastrophen“ im Mittelpunkt. Dafür gibt es Liedpassagen, die Kikis Emotionslage verdeutlichen sollen. Dabei kommt Gwyneth Minte an ihre Grenzen. Es ist aber auch nicht einfach, von einem Moment auf den anderen Gefühle in einem Lied auszudrücken. Das Kikis Freundin Mona die umzugsbedingte Trennung von ihrem Freund Bastian nach außen hin so locker wegsteckt, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Wer schwer verliebt ist, leidet eine ganz Weile unter Trennungsschmerz. Skypen, Telefonieren und E-Mails schreiben kann keine Nähe ersetzen. Mona gibt sich stark und soll so wohl ein Vorbild sein. „Der Mensch kann viel mehr, als er sich selber zutraut.“ Manchmal sind die Botschaften zu klischeehaft und offensichtlich.   

Das Cover mit Popstar Dave Divine und Kiki verspricht Stimmung. Die Bühnenpräsenz der beiden in stylischen Klamotten, mit dem richtigen Spaß bei der Sache, ist gelungen. Das Freche Mädchen-Logo kommt wie ein Qualitätssiegel rüber. „Popstars & andere Katastrophen“ überzeugt mehr als Band 7 „Flirtfieber & andere Katastrophen“. Gerne darf es in Zukunft noch origineller zugehen. Die Kiki-Serie orientiert sich an den ganz normalen Problemen der ab 10-Jährigen Mädels. Es fällt nicht schwer, sich in abgewandelter Weise in der einen oder anderen Situation wieder zu finden. Liebe, Freundschaft, Schule, Familie, mit Chaotin Kiki durch den Katastrophenkurs schlittern macht Spaß.        

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (3,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung: (3,5)
Cover: 
Emotion:
 
21 Punkte = Hörspaß

Cover: © Hörbuch Hamburg

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