Wie man 13 wird und überlebt - Der höchst ungewöhnliche Blog eines Halbvampirs
Written by Martina Ernst |
 
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„Merkwürdig, wie sich das Leben verändert, wenn man es am Wenigsten erwartet.“ Markus’ 13. Geburtstag hat mehr Überraschungen zu bieten, als dem Teenager lieb ist. Seine Eltern offenbaren ihm ein skurriles Familiengeheimnis. „Wie man 13 wird und überlebt – Der höchst ungewöhnliche Blog eines Halbvampirs“ ist Band 1 der humorvollen Halbvampir Markus-Reihe.

„Du bist etwas Besonderes!“ Klar, dass wusste Markus schon länger. Aber so besonders, wie ihm seine Eltern mitteilen, will er nun wirklich nicht sein. Ihr Geständnis, dass sie zu 40 % Vampiranteil haben, ist schon verrückt. Aber dass Markus kurz davor steht, sich auch in einen Halbvampir zu verwandeln, will er einfach nicht glauben. Ein furchtbarer Mundgeruch soll die Veränderung ankündigen, und das ist nur der Anfang von Phase 1. Markus bleibt stur. Das verflixte Gen wird eine Generation überspringen, ist er sich sicher. Bis es plötzlich eines Morgens in seinem Zimmer ganz übel riecht.

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Die Legenden über Vampire haben wenig Wahres an sich, muss Markus lernen. Die ein oder andere Variante stimmt aber doch. Markus’ Eltern versuchen ihn vorsichtig auf eine Reihe von Veränderungen und seine Zeit als Fast-Halbvampir vorzubereiten, übersehen dabei aber so manche Kleinigkeit. Wissenslücken bringen den Jungen in ungeahnte Gefahr. Der flapsig, freche, selbstbewusste Markus trägt die Geschichte fast von ganz allein. Pleiten, Pech und Pannen sind auf seinem Weg vorgezeichnet. Ausgerechnet zu Zeiten seiner Verwandlung ruft Klassenkameradin Tallulah den Monsterclub ins Leben. Tallulah kann Markus nicht leiden. Die Neckerei zwischen den Beiden ist sehr unterhaltsam. Dummerweise ist Markus’ bester Freund von dem Monsterclub ganz angetan. Das Motto lautet, den langweiligen Alltag zu torpedieren. Monsterverkleidung gehört natürlich dazu. Markus Leben ist im Moment alles andere als trist, aber das kann er natürlich keinem erzählen. Geheimhaltung ist die oberste Regel der Halbvampire. Also vertraut Markus alle Geschehnisse seinem heimlichen Blog an. Autor Pete Johnson hat sich eine völlig verrückte Kinderbuchreihe ausgedacht. Seine Phantasie, was Markus’ Stolpersteine anbelangt, kennt keine Grenzen. Der Junge schlägt sich klasse und ist selbst verwundert, was er alles aushalten kann. Er ist weder perfekt, noch ein Held und gerade das macht ihn so sympathisch. Sein Unglauben und Staunen macht Spaß. Ob die Begeisterung seiner Eltern für Markus’ neuen Eckzahn oder sein neuer Vampirname, Markus muss sich erst an seine Situation gewöhnen. Wer hat schon gerne ständig seine besorgten Eltern auf dem Pelz? Alle Figuren haben ihre Eigenheiten. Sprecher Anton Sprick ist die ideale Besetzung für Markus und alle anderen Charaktere. Er gibt Markus’ Sarkasmus und Ironie den letzten Schliff, spielt sich in die Rollen der unbeholfenen Eltern hinein und untermalt Tallulahs taffes Auftreten. All das mit einem Feuereifer. Ein Hörspaß für Heranwachsende ab 10 Jahren und die ganze Familie.

Die Welt ist zum Haare raufen. Warum muss ausgerechnet er zum Halbvampir mutieren? Markus würde am liebsten die Verwandlung stoppen. Das Cover ist genauso verrückt wie der Inhalt. Schüler, die sich Monstermasken aufsetzen, Eltern, die aus der Rolle fallen, Markus’ Versuch, wie ein Halbvampir zu heulen. Die Illustrationen geben einen ersten Eindruck von der außergewöhnlichen und sehr unterhaltsamen Geschichte. Der Hintergrund hätte ruhig etwas Farbe abbekommen können. Trotzdem eine tolle Gestaltung. Das Hörbuch spricht Jungs wie Mädchen an und zieht sogar an Klassikern wie den „Fünf Freunde-Abenteuern“ vorbei.

     

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung: (4,5)
Charaktere: 
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion: (3,5)
 
25 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Jumbo

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