Cornelia Funke: Geisterritter
Written by Adriane Haussmann |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Jon Whitcroft hat es so böse erwischt. Trotz aller Bemühungen will sich seine Mutter von ihrem neuen Freund nicht trennen und schwärmt in höchsten Tönen von ihm. Da schiebt sie lieber ihn ab anstatt den neuen Kerl. Und nicht einmal die Mühe hat sie sich gemacht ein schönes Internat auszusuchen, sondern das nächstbeste, das einfach nur zum Fürchten aussieht. Aber schnell muss Jon feststellen, dass es nicht nur zum Fürchten aussieht, sondern es auch tatsächlich ist. Denn nachts stehen plötzlich drei Geister vor seinem Fenster, die ihm seinen baldigen Tod ankündigen. Mit Hilfe einer neuen guten Freundin findet Jon im toten Ritter Longspee jemanden, der ihm helfen kann und plötzlich erhält auch der Vollbart eine tragende Rolle und es beginnt sich alles zu verschieben. Denn am Ende ist alles anders als es zu Beginn aussah.

 

„Geisterritter“ ist das neuste Werk aus der Feder von Cornelia Funke, die den meisten durch ihre Tintenherz-Trilogie bekannt sein wird. Passend zur Buchveröffentlichung in diesem Jahr erschien im Oetinger Verlag auch die ungekürzte Lesung als Hörbuch. Als Sprecher fiel die Wahl auf Rainer Strecker, der durch die musikalischen Untermalungen von Jan-Peter Pflug unterstützt wird. Es ergibt sich ein stimmiges akustisches Bild und ersetzt so die Illustrationen im Buch und gibt das Kinderbuch altersgerecht wieder.

Das Doppel schafft eine spannende Atmosphäre, die zwischendurch für Gänsehaut und echten Nervenkitzel sorgt, aber auch das Gefühl und die Fantasie kommen in dem neuen Roman nicht zu kurz. Kurz um, es ist alles enthalten, was eine Kinderseele fesselt. Und der Geisterritter selbst, ist zwar ein Helfer und Held, aber mit einigen Flecken auf seiner weißen Weste …äh… Rüstung, was durchaus sympathisch wirkt.

Das besonders tolle an der Geschichte ist allerdings, dass die Autorin Wahrheit und Fiktion miteinander vermischt. Denn in der Kathedrale von Salisbury, die in ihrem Buch zum Internat gehört, liegt tatsächlich der Ritter William Longespée begraben, den sie zum Geisterritter erklärte.

Mit einer Laufzeit von knapp 325 Minuten, die sich auf 5 CDs verteilen, ist „Geisterritter“ ein schönes Abenteuer für Kinder, das man sie beruhigt anhören lassen kann und dabei das Funkeln in den Augen sehen wird, wenn es darum geht für die ritterliche Ehre tapfer zu kämpfen.

 

Unsere Bewertung:

 

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

 

15 Sterne = gut gelungen

Cover: © Oetinger

Jetzt bei libri erwerben

oder

[amazonadd=3837305171]