Pete Johnson: Wie man die Welt rettet (obwohl man Hausarrest hat)
Written by Martina Ernst |
 
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Markus besondere Fähigkeit, telepathische Nachrichten zu verschicken, hat sich nur mal kurz gezeigt und will seitdem nicht mehr auftauchen. Dabei könnte er sie, wenn seine besondere Fähigkeit durchbricht, für den Rest seines Lebens behalten. Kein Wunder, dass seine Eltern sehnsüchtig darauf warten. Ein Spezialintensivkurs schlägt fehl. Es besteht kaum noch Hoffnung. Da taucht plötzlich ein blutiger Geist auf und greift Menschen an. Zusammen mit Giles’ Neffe Cyril machen sich Tallulah und Markus auf die Jagd nach den tödlichen Vampiren. Kein guter Zeitpunkt, Markus hat den blutrünstigen Angreifern nichts entgegen zusetzen. Ein Geist kommt ihm im letzten Moment zu Hilfe.

 

„Wie man die Ratschläge seiner Eltern ignoriert" hat mit humorigen Einlagen und einer originellen Geschichte überrascht und die Lust und Neugierde auf weitere Folgen rund um den Halbvampir Markus geweckt. „Wie man die Welt rettet (obwohl man Hausarrest hat)“ überzeugt wieder mit einer ungewöhnlichen, sehr einfallsreichen Geschichte. Dafür kommt der Humor etwas zu kurz. Es gibt nicht so viel zu lachen, weil Markus sich nicht mehr so tollpatschig anstellt. Er wächst an seinen Aufgaben, genau wie ein Teenager, der mehr und mehr die Welt für sich entdeckt. Vampire sind nicht vertrauenswürdig und haben einen messerscharfen Verstand, das ist die erste Lektion. Ihre unermessliche Eitelkeit und ihr übertriebener Stolz macht sie angreifbar. Aber auch Vampire verändern sich. Ein eigentlich gut durchdachter, gemeinsamer Angriff bringt Tallulah und Markus in tödliche Gefahr. Vampire sollte man nicht unterschätzen. Die wichtigste Lektion. Sprecher Anton Sprick findet sich wie selbstverständlich in die unterschiedlichsten Emotionslagen ein. Angst, Verzweiflung, Hoffnung, Resignation, Euphorie, Enthusiasmus, Markus wird von einem Extrem ins andere geworfen und fühlt sich auch in Liebesdingen hin und her gerissen. Große Herausforderungen liegen vor ihm. Die Spannung steigt, und es gibt eine sehr gelungene Überraschung auf Seiten des bösartigen Gegners. Witzig, wenn Markus von sich sagt: „ Ich bin der schlechteste Kämpfer der Welt, ich kann noch nicht mal meinen Teddy besiegen.“ Er verliert den Glauben an sich. Einfach aufzugeben, erscheint ihm sehr verlockend. Der Jahrmarkt als Schauplatz, um Vampire aufzuspüren, ist sehr gut gewählt. Jahrmärkte verströmen sowieso schon eine gewisse Magie und Anziehungskraft. Die jugendliche Stimme von Anton Sprick, seine Wandelbarkeit und Leidenschaft machen aus den Pete Johnson-Geschichten ein Erlebnis. Ideenreich, mitreißend und sehr unterhaltsam.

Auf dem Cover ist Markus über Kopf zu sehen. Der Schrecken steht ihm ins Gesicht geschrieben. Fledermäuse sind auch wirklich keine netten Gegner. Sie beißen viel zu gerne, sind schnell und kampflustig. Im Booklet kann man lernen, wie man sein Halbvampir-Ich begrüßt. Eine Anspielung auf den peinlichen Spezialintensivkurs, bei dem Markus lernen soll, seine besondere Fähigkeit zu entwickeln. Erfolgsquote 100 %, jedenfalls bis Markus in der Villa Eckzahn auftaucht und die Statistik ruiniert. Ein bisschen Klamauk steckt drin in der Geschichte. „Wie man die Welt rettet (obwohl man Hausarrest hat)“ ist Band 3 der Halbvampirhörbuchreihe. Band 1 heißt „Wie man 13 wird und überlebt“. Wer ungewöhnliche Geschichten mag, wird an Autor Pete Johnson und seiner Hauptfigur Markus nicht vorbeikommen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher :

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre:

17 Sterne = hervorragend

Cover: © Jumbo

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