Die Elfen: Die goldenen Pfade (6)
Written by Sven Kettner |
 
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Die Trolle wollen einen vernichtenden Schlag gegen Emerelle und die Elfen führen. Der Krieg soll mitten in das Welfenreich getragen und dadurch einen blutiger Sieg errungen werden. Die Schamanin Skanga  schickt das Trollheer durch das goldene Netz der Albenpfade. Die Elfenkönigin bricht ein Sakrileg und sieht die verheerenden Folgen ihrer Tat nicht ab.

Nach dem "Elfenwinter" abgeschlossen wurde und einen gelungenen Erfolg darstellte, geht es nun in die nächste Runde. Der Zuhörer taucht wieder tief in die Welt von Bernhard Hennen ein. Neueinsteiger sind hier herzlich eingeladen sich dieser Saga zu widmen, denn für das Verständnis der neuen Staffel ist das Wissen über die vorherigen fünf Folgen nicht zwingend nötig. Ebenso wurde das Empfinden, welches der Leser beim Buch hatte, im Hörspiel bestens durch die Hintergrundmusik und Soundeffekten umgesetzt. An dieser Stelle sei Andreas Meyer erwähnt, der durch sein musikalisches Geschick dem Werk die richtigen Rundungen gibt. Als Beispiel dienen die Kriegsklänge sehr gut. Diese schallen durch das Zimmer, sobald die Trolle loslegen und sorgen beim Zuhörer für ein perfektes Nachempfinden der Szenerie. Aber auch sanftes schlagen der Flügel der Feen sind wunderbar umgesetzt.

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Auch die Umgangsformen sind spezifisch auf die verschiedenen Rassen abgestimmt. Dadurch wird dem Zuhörer sofort eine sprachliche Trennung vorgegeben, was nicht bei jedem Fantasy-Projekt zwingend der Fall ist. „Die Elfen“ stechen durch ihre gehobene Art des Sprechens heraus. Das Gegenstück - die Trolle - haben einen rauen Umgangston, der meist im Gebrüll seinen Abschluss findet.

Folgenreich wählte wieder sehr gut seine Sprecher für die einzelnen Charaktere aus. Luise Lunow (Skanga) geht erneut in ihrer Rolle als niederträchtigen Schamanin auf und passt hervorragend zu Douglas Welbat (Branbart), der den Trollkönig mit solcher Hingabe umsetzt, dass man als Zuhörer ihm am liebsten den Kragen herumdrehen möchte. Als Neue Rolle in Form des königlichen Jasagers ist Uli Krohm (Slarag) besetzt worden. Auch dieser, passt in das Gesamtbild der Trolle, denn schließlich braucht es immer eine Person, die dem König in seinen Trollhintern kriecht.  

Im Bereich der Elfen haben wieder besonders Bernd Rumpf (Ollowain) gefallen. Dieser ist schon von Anfang an dabei und spielt den doch etwas schnellaufbrausenden Schwertmeister. Diese minimal negative Eigenschaft wird aber durch die Künste im Kampf hundertfach überdeckt. So ist als der sprachlich militärischer Sprachstil bemerkenswert gelungen. Im Bereich der Weisheit verkörpert Helmut Zierl Meister Alvias und ist zugleich auch Erzähler. Der bekannt Schauspieler gewinnt die Gunst seiner Zuhörer im Sturm. Zu guter Letzt ist noch Daniela Hoffmann (Emerelle), die eiskalte Elfenkönigin. Glaubhaft mit Hochmut und eiskalten Zügen in der Stimme ist diese Besetzung bestens getroffen.

Alles in allem überzeugt der Auftakt auf ganzer Linie und setzt für die weiteren Folgen die Messlatte sehr hoch an.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:  (4,5)
Handlung:
Charaktere: (4,5)
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:  (4,5)
 
26,5 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Folgenreich

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