Dragonbound (11) – Die Legende von Katarakt
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Die erste, zehn Folgen umfassende, Dragonbound-Staffel ist Geschichte. Doch wer glaubt, dass unsere Helden nach der Erneuerung des Drachenbundes nur mehr auf der faulen Haut liegen, hat weit gefehlt. Rund ein Jahr nach diesen Ereignissen ist es Zeit für ein neues Abenteuer in das wir mit der „Legende von Katarakt“ starten.

Zu Beginn der Folge werden wir erst einmal mit der Legende um einen gewaltigen Schatz, der von einem Drachen, Katarakt, bewacht wird, vertraut gemacht. Nachdem diese Geschichte in Vergessenheit geriet, wird nun die Bestie von neuem erweckt und versetzt die nahegelegene Stadt in Angst und Schrecken. Es dauert nicht lange, bis man an die neue Drachenprinzessin Lea herantritt und sie um Hilfe bittet. Und obwohl sie ihrem soeben abgereisten Gefährten Telon gegenteiliges versprochen hat, macht Lea sich begleitet von ihren Freunden sofort auf den Weg, um den Drachen zu bändigen und das Grauen zu beenden. Bereits auf ihrer Reise machen sie erstmals Bekanntschaft mit dem boshaften Drachen, dennoch setzen sie ihren Weg zu seinem mysteriösen Unterschlupf fort. Dort kommt es auch zur Konfrontation von Angesicht zu Angesicht und die Gefährten sind gezwungen die Flucht hinunter in die Kerker anzutreten. Doch auch an diesem Ort sind sie nicht völlig sicher und es wird abermals brenzlig!

 

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Das Grundszenario mit dem die neue Staffel startet, erinnert unwillkürlich an eine Fantasyfilm-Reihe, deren dritter Teil gerade im Kino läuft ... nur ohne Zwerge und Hobbits. Vielleicht nicht allzu innovativ, das ist aber auch nicht schlimm. Anfangs dauert es etwas bis die Handlung in Gang kommt, da wird gekocht, gegessen und Smalltalk gemacht. Nachdem dieser schleppende Start überstanden ist und sich die Gefährten auf den Weg machen, wartet man fortwährend mit kleineren und größeren Ereignissen auf, so dass das Hörspiel ab diesem Punkt durchgehend kurzweilig daher kommt. Atmosphärisch und auch von Seiten der Musik empfinde ich das Hörspiel sehr gelungen. Mit den Charakteren werde ich allerdings nicht vollends warm, allesamt machen diese Abenteurer, denen man eigentlich nun ein wenig Erfahrung zusprechen müsste, einen sehr unbedarften und naiven Eindruck, allen voran die Drachenprinzessin. Auch die Häufigkeit mit der hier Kraftausdrücke gebraucht werden, hat mich ziemlich gestört, auch wenn es noch keine Ausmaße wie zuletzt bei Offenbarung 23 annimmt … der Begriff „Drachenarschloch“ war dabei die Krönung des Ganzen. Die Sprecher sind eigentlich ziemlich solide aufgestellt. Wer die Fraktal-Hörspiele, die ebenfalls bei Gigaphon erscheinen, gehört hat, hört hier einige bekannte Stimme,n aber warum auch nicht, Produktionen sind teuer und da würde ich das genauso machen. Besonderen Eindruck bei mir hinterließ Dirk Hardegen, dieser bekleidet zwar nur eine kleine Nebenrolle, gefiel mir aber deutlich besser als der Main-Cast. Der Cliffhanger zum Ende erscheint dem einen oder anderen vielleicht zu abrupt, ist meiner Meinung nach aber OK. Ich bin jedenfalls auf die Fortsetzung gespannt.

Insgesamt war der Start in die zweite Staffel der Dragonbound-Reihe erfolgreich. Die Handlung mag vielleicht nicht durch Innovation überzeugen und die Charaktere sind, wie oben ausgeführt, für meinen Geschmack etwas zu naiv, alles in allem fällt das Hörspiel aber durchweg kurzweilig aus. Fantasyfans und Anhänger der Serie kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten und auch Neueinsteiger, die die ersten zehn Episoden nicht kennen, finden sich ohne größere Probleme zurecht.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (3,5)
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:
 
22,5 Punkte = Hörspaß

 

Cover: © gigaphon

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