Dragonbound (12) – Drachentöter
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nachdem die Startfolge der zweiten Staffel mit einem mehr als packenden Cliffhanger endete, sind die meisten Fans der Serie sicher gespannt wie Flitzebögen auf die Fortsetzung. Klar ist auch: Um der Bestie Katarak beizukommen, benötigen unsere Helden einen ausgezeichneten Plan.

Lea und ihre Freunde können der Todesfalle in den Katakomben der verlassenen Burg gerade noch entkommen. Schnell fasst man den Entschluss, dass dem Drachen nur mit Waffengewalt beizukommen ist. Aber das richtige Kriegsgerät gegen Drachen ist schwer zu beschaffen, letztlich werden unsere Helden aber doch fündig. Die nächste ernsthafte Begegnung mit Katarak, bei der es auch zu einem verbalen Austausch zwischen ihm und der Drachenprinzessin kommt, endet allerdings wiederum wenig erfolgreich. Die Gefährten schmieden einen neuen Plan, ihr Widersacher soll in eine Falle gelockt werden. Abermals wird es brenzlig und dieses Mal endet es nicht so glimpflich wie zuvor!

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Wie man sieht ist die Geschichte relativ zügig zusammengefasst und das ist auch der entscheidende Punkt. Denn trotz einer Laufzeit von ca. 67 Minuten passiert relativ wenig. Am ärgerlichsten empfand ich die Auflösung des Cliffhangers zu Beginn, ohne viele Worte wird diese wirklich packend-spannende Situation beiseite gewischt und man wendet sich wieder anderen Dingen zu. Unabhängig von den Beteiligten oder dem Ort ziehen sich die meisten Dialoge zu sehr in die Länge und verlangsamen damit den Fluss der Geschichte merklich. Darüber können auch die wenigen Szenen, in denen es zur Sache geht, nicht hinweg helfen. Zudem erschienen mir die Hauptcharaktere etwas sehr naiv und planlos in ihrem Vorgehen, erst will man den Drachen töten, dann will man wieder mit ihm reden. Man hat das Gefühl, dass niemand so recht weiß, wo es langgeht oder was zu tun ist. Die Sprecher agieren auf gewohnt gutem Niveau, aber man zwingt ihnen, wie gesagt, sehr viel unnötiges Geschwätz auf. Die Atmosphäre die man in diesem Szenario schafft weiß trotz des zähen Handlungsflusses über weite Strecken zu gefallen, allenfalls einige der verwendeten Geräuschkonserven empfand ich als etwas unpassend.

Dragonbound ist nachwievor eine Serie mit viel Potential. In der zweiten Folge der zweiten Staffel drosselt man das Erzähltempo durch die unnötig langen Dialoge allerdings auf ein Minimum, so dass ein sehr träges und langatmiges Gesamtbild entsteht. Ich hoffe, dass man in den kommenden Folgen das Tempo etwas anzieht, denn da ist noch einiges an Möglichkeiten und Luft nach oben vorhanden.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere: (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:
 
20,5 Punkte = Rohdiamant

Cover: © gigaphon