Jules Verne – Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg (4) – Der Elefant aus Stahl
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Schade, dass ich nun erst mit Folge 4 den Einstieg in die neue Serie aus dem Hause Maritim tun darf. Ich bin aber guter Dinge, dass auch diese Episode für sich alleine sprechen und mir einen aussagekräftigen Eindruck von der Serie vermitteln kann.

In der vierten Folge verschlägt es uns nach Indien. Phileas Fogg besucht einen alten Freund und Ingenieur der seine Gäste zu einer ganz besonderen Reise durch den Dschungel einlädt. Denn die bequemen Bungalows, in denen unsere Helden Platz nehmen, werden von einem gewaltigen Elefanten aus Stahl, einem mechanischen Meisterwerk, gezogen. Während die Reise an sich zunächst nicht viel mehr als das Auftauchen eines Tiger zu bieten hat, kommt dann doch noch etwas mehr Schwung in die Geschichte als der Elefant gestohlen wird. Die Verfolgung der Diebe bringt die Protagonisten jedoch in eine gefährliche Situation. Kein geringerer als Robur, der den Absturz des Albatros in der vergangenen Folge überlebt hat, nimmt sie gefangen. Unterstützt durch Doktor Frankenstein plant er einen Angriff auf eine britische Garnison um einen Krieg vom Zaun zu brechen, der das weltweite politische System zum Einsturz bringen soll. Können Fogg und seine Freunde dies verhindern?

 

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Rein handwerklich haben wir hier wieder einmal ein hervorragendes Stück Hörspielarbeit in Händen. Die Geräuschkulisse und die Musik sind sehr gut, die Sprecherliste liest sich wie ein Traum und auch die Performance ist ausgezeichnet. Bei der Handlung bin ich allerdings nicht hundertprozentig überzeugt. Der Einstieg ist ein wenig zu gemächlich für meinen Geschmack, das ist aber nicht weiter dramatisch. Ein Punkt dagegen, der bei mir recht sauer aufstößt, ist die Einführung von Victor Frankenstein. Ich für meinen Teil habe eine ganze Reihe Jules Verne Romane gelesen und muss sagen, dass es da wirklich mehr als genug Stoff gibt, als dass man für eine Jules Verne Serie bei Mary Shelley wildern muss. Man geht zwar zu einem gewissen Teil im Booklet auf diesen Punkt ein, aber dennoch. Ich glaube nicht, dass dies nötig war. Auch Roburs Plan und seine Motivation empfand ich als sehr fragwürdig. Er greift eine unbedeutende britische Militärbefestigung in Indien an und glaubt wirklich, dass dies einen globalen Dominoeffekt auslösen wird? Das löste bei mir eher ein leichtes Kopfschütteln aus.

Die vorliegende Folge stellt auch den Abschluss der ersten Staffel, wenn man es so nennen mag, dar. Es wäre natürlich prima, wenn ich die ersten drei Folgen gehört hätte, um die vorliegende Folge auch im Gesamtkontext bewerten zu können, aber dies ist leider nicht der Fall. Für sich alleine genommen würde ich sagen, dass wir hier ein hervorragend produziertes Hörspiel vorliegen haben, die Story überzeugt mich aber nicht in Gänze. Der Spannungsbogen ist zwar ok, aber ich kaufe das Erzählte einfach nicht ab. Wer die ersten drei Folgen und seine Charaktere genoss, der wird auch hier sicher auf seine Kosten kommen. Auch wenn ich vielleicht nicht vollends begeistert bin, so bin ich doch gespannt auf die Fortsetzungen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (2,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover:
Emotion:
 
23,5 Punkte = Hörspaß

Cover: © WinterZeit

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