Faith Van Helsing: Märchenschloss zur Hölle (26)
 
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Nach diesem guten Auftakt beginnt die eigentliche Story mit der Entdeckung von 11 ausgesaugten Leichen junger Frauen im Schwandauer Waldgebiet bei Schloss Neuschwanstein. Hier findet die gelungene Atmosphäre aus dem Prolog leider ihren raschen Abbruch. Faith und ihre Freunde Bill, Brandolf und Nathan werden vom hiesigen Kommissar zur Unterstützung angefordert und unsere Vampir-Jägerin verhört die beiden Entdecker, welche von Joschi Hajek und Thomas Birker gesprochen werden, die aus den Dreamland-Grusel Produktionen bekannt sind. Diese beiden Zeugen werden von Faith mit Schokoküssen zu einer ausführlichen Aussage verleitet und legen dabei eine mehr als übertriebene Begeisterung über die Belohnung an den Tag. Eine wohl lustig gemeinte Szene, die beim Hörer aber eher Fremdschämen auslöst.

 

Mit der erhaltenen Täterbeschreibung begibt sich das Faith-Team zum Schloss, wo bereits jemand sein Unwesen treibt. Eine Gruppe von Studenten ist außerhalb des Besuchszeiten noch im Schloss unterwegs und ins Visier eines Mörders geraten.

Wie sich herausstellt handelt es sich bei diesem rothaarigen Mörder um einen menschlichen Untergebenen von Lady Sonja, einer ungarischen Industriellen, hinter der sich jedoch die berüchtigte Blutgräfin Elisabeth Bathory verbirgt, die sich ihre Schönheit durch das Blut von Jungfrauen bewahrt. Natürlich kommt es schnell zur Begegnung zwischen den Schurken und dem Faith-Team.

 

Im Kampf kann Lady Sonjas Gehilfe zur Strecke gebracht werden, die Blutgräfin selbst jedoch entkommt mit Hilfe von Lucien Le Fouet alias Asmodis. Hierbei zeigt Lucien deutlich seine Überlegenheit gegenüber Faith und ihren Freunden. Wie sollen sie es mit Lucien Le Fouet wohl jemals aufnehmen können?

Gegen Ende befreit sich die echte Faith aus ihrem Grab und begibt sich zu ihren Eltern. Es stellt sich nun die Frage, wer die wahre Faith und wer ihr Schatten ist. Bei der nächsten Folge wird es damit wohl sicher zum Aufeinandertreffen der beiden Faiths kommen.

 

Meiner Meinung nach ein durchwachsenes Hörspiel. Der Auftakt mit dem Prolog war auf höchsten Niveau, doch in der Mitte wurde diese Episode durch peinliche Szenen wieder runtergezogen. Gegen die Stammbesetzung der Sprecher gibt es nichts zu sagen und mit Till Hagen und Lutz Riedel gab es im Prolog auch sehr gute Gastsprecher. Thomas Birker und Joschi Hartwig agierten in ihren Rollen jedoch schlichtweg übertrieben und wirkten absolut nicht ernst gemeint.

Unglücklich war auch die Besetzung von Sarah Riedel. In der letzten Folge hatte sie noch Carmilla, der Vampirin, ihre Stimme geliehen, diesmal agierte sie als Studentin und Opfer. Es ist ja ungewöhnlich, dass viele Sprecher im Laufe einer Serie mehrere Rollen performen, doch hier war die Doppelbesetzung einfach verfrüht. Ihre Leistung war aber natürlich trotzdem wie gewohnt gut.

Mit der vorangegangen Folge konnte "Märchenschloss zur Hölle" nicht mithalten, doch sie sorgte für viel Spannung auf die kommenden Episoden. Das Bündnis rundum Lucien Le Fouet bekam mit Lady Sonja eine weitere Verbündete und das Aufeinandertreffen der beiden Faiths steht kurz bevor.

 

Unsere Bewertung:

 

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

 

12 Sterne = akzeptabel

Cover: © R&B Company

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