Bernhard Hennen: Die Elfen (1-3)
Written by Sven Kettner |
 
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Folge 1 - Der Untergang von Vahan Calyd:Die Lage könnte nicht aussichtsloser sein, denn ein Verräter tummelt sich in den Reihen der Elfenkönigin Emerelle. Das Unvermeidliche lässt auch nicht lange auf sich warten, denn bei einer Feier tauchen aus dem Nichts feindliche Schiffe auf. Diese sind vollbesetzt mit Orks, welche nur eines im Sinn haben, nämlich Morden und die Königin samt ihrer Krone zu entführen. Zunächst geht der Plan auch voll und ganz auf, denn es existiert so gut wie keine Gegenwehr. Der Überraschungsmoment wurde richtig ausgespielt und resultierend daraus liegt auch die Stadt bald in Trümmern. Es hat den Anschein, dass die Königin gefangen genommen wurde. Jedoch haben die Orks lediglich eine wertlose Elfe in ihren Klauen. Dieser Irrtum wird aber erst viel später bemerkt. Emerelle hingegen, zwar bewusstlos aber dennoch am Leben, befindet sich in der Obhut ihres treuen Schwertmeisters Ollowainund anderen treuen Gefährten. Ein Katz und Maus Spiel beginnt um Leben und Tod, sowie über das Schicksal Albenmarks und dem Fjordland.

 

Folge 2 - Firnstayns Kinder: Ollowain gelang es gemeinsam mit der immer noch bewusstlosen Emerelle über die Albenpfade in das Fjordland zu reisen. Dort befindet sich Alfadas, ein Mensch der einst unter Elfen aufgewachsen ist und ein Schüler des Schwertmeisters war. Die Kunde verbreitet sich sehr schnell, dass Fremde im Lande sind. Als der König die Sachlage erfährt, rüstet er zum Krieg gegen das Böse, um den Elfen im Kampf beiseite zustehen. Jedoch wird lediglich ein Heer aus 500 Mann, darunter fast nur Diebe und Bauern, bereitgestellt. König Horsa Steinschild hat dabei keinen guten Hintergedanken, denn er beabsichtigt damit, dass keiner lebendig wiederkehrt. Auch Alfadas soll den Tod in der anderen Welt finden, damit er niemals die Chance erlangt den Thron zu besteigen. Das hoffnungslose Unterfangen fordert schon bei der Überschreitung der Albenpfade ins Reich der Elfen seine ersten Tode und diese sollten nicht die letzten sein.

 

Folge 3 - Königstein: Der Kampftrupp um Alfadas und Ollowain erreicht die Festung Phylangan und scheint nicht wirklich willkommen zu sein. Trotz allem bereiten sie gemeinsam die Verteidigung vor, denn sollte dieser Ort fallen, scheint alles verloren zu sein. Die Stunde des Angriffs hat auch schnell geschlagen, die Schlacht beginnt. Jedoch existiertnoch ein weiteres Problem, denn immer wieder werden abgenagte Knochen von Kobolden gefunden und keiner hat Etwas gesehen. Wer bis dahin dachte, dass Frauen bei den Orks nichts zu melden haben, hat die Ork-Schamanin nicht auf der Rechnung gehabt. Diese zeigt mit erschreckendem Geschick wie leicht ein Sieg herbeigeführt werden könnte…

 

Insgesamt bilden fünf Teile zusammen das Werk „Elfenwinter“ von Bernhard Hennen. Die ersten drei Folgen sind nun bei Folgenreich erschienen und die nächsten sind schon in Planung. Hinzu kommen auch noch die Nachfolgebände Elfenlicht und Elfenkönigin. Somit dürfte es genügend Hörgenuss aus dem Reich der Elfen geben. Im Gegensatz zu den Hörbüchern der Elfen-Saga, welche Hans Peter Hallwachs nach meiner eigenen Meinung völlig verhunzt, glänzt diese Hörspielfassung und bringt endlich das Werk über die Elfen richtig zur Würdigung. Dem Zuhörer wird ein Aufmarsch an Prominenz von Synchronsprecherdargeboten, welche wahrhaftig hervorragend die jeweilige Figur verkörpern können.

 

Folgende Sprecher sollten durchaus bekannt sein und stechen durch ihr Können ebenso heraus. Bernd Rumpf (Severus Snape in Harry Potter); Sascha Rotermund (Dr. Robert Chase in Dr. House); Martin Keßler (Nicolas Cage); Cathlen Gawlich (Rose in Two and a Half Men) und viele weitere wunderbare Sprecher. Die Schlachtszenen sind sehr gut und verständlich inszeniert worden. Die musikalische Unterlegung harmoniert mit der jeweiligen Situation. Geräuschkulissen sind so lebhaft gestaltet worden, dass der Zuhörer das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Einzig und allein das Schlusslicht bildet ein kleines Manko, nämlich die Sprünge zwischen den einzelnen Tracks. Entweder wird die Musik einfach abgehackt oder der Sprecher redet sofort los. Hierbei ist wohl ein Fehler beim Mastern aufgetreten, ebenso findet ein riesen Sprung bei der Hälfte von Track 16 sofort auf Track 18 statt. Haben diese fehlende Spielzeit etwa die bösen Orks geklaut?

 

Dennoch macht die packende Story, die sprachlichen Leistungen sowie die musikalische Leistung durch Andreas Meyer diesen Fehler weg. Der Zuhörer kann und wird tief in der Welt von Bernhard Hennen versunken sein und das ganze 75 Minuten lang pro CD. Somit kann man die Worte des Autors nur unterstreichen, dass „so die Elfen klingen müssen“ und bitte nicht anders!

 

Unsere Bewertung

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

18 Sterne = hervorragend

Cover: © Folgenreich

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