Dragonbound: Der Murog (03)
Written by Sven Kettner |
 
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Völlig ohne Mittel befinden sich Lea und ihre Gruppe, viele sind ja nicht mehr übrig, in der kleinen Küstenstadt Ankor. Dort lernt die junge Dame erst einmal, mehr schlecht als recht, dass man sich als Frau in einer Schenke bestimmten „Benimmregeln“ unterwerfen muss. Dies geht selbstverständlich völlig schief und so handelt sich die Gruppe eine Menge Ärger und ungewollte Verfolger ein. Schließlich finden sie einen Auftraggeber, der Lea einen Schatz als Belohnung für einen Gegenstand verspricht. Einziger Haken, ein Monster, welches alles gut bewacht. Jedoch ein Monster kommt selten allein…

 

„Der Murog“ stellt den dritten Teil der „Dragonbound“-Saga dar und ist wieder ein nachvollziehbarer Schritt auf dem Weg zu den Drachen. Schließlich ist die völlig dezimierte Gruppe absolut mittelos und muss sich etwas dazuverdienen, um die Reise weiter fortsetzen zu können. Sehr schön erkennbar sind die kleineren Weiterentwicklungen der Charaktere. Vor allem Dogo gewinnt durch seine magische Leistung an Selbstvertrauen. Diese waren bisher völlig unterirdisch und machten ihn mehr oder weniger zum „Trottel“ der Gruppe. Telon hingegen wirkt nach seiner verkorksten Heldentat abgeklärter und fühlt sich in der Umgebung der Schenke richtig wohl. Auch das Verhältnis zu Lea wird vertrauter und man kommt sich weiterhin näher. Hingegen geht Lea durch ihr Verhalten dem Zuhörer mächtig auf den Geist. Ständig verhält sie sich wie es ihr gerade in den Kram passt und weiß nicht, an welcher Stelle sie den Mund halten sollte. Dies hat in diesem Teil auch schwere Folgen. Rodge bleibt mehr oder weniger seiner Linie völlig treu, er ist immer noch der Mann fürs Grobe, wenn er auch ein wenig freundlicher gegenüber Lea geworden ist.

Für den Zuhörer gibt es speziell in den Schenke-Szenen eine 100 Prozent authentische Atmosphäre. Man stellt es sich genauso vor und durch die Sprecher erlebt man dies hautnah mit. Bettina Zech (Lea) verkörpert die emanzipierte Frau und geht selbst dem Zuhörer damit auf die Nerven. Was hier zunächst negativ klingt, ist aber ein Kompliment. Ihr gesprochener Charakter verhält sich in einigen Punkten, wie oben erwähnt, daneben und dies setzt sie wunderbar um. Auch Martin Sabel (Dogo) darf von der Rolle des etwas verträumten und tollpatschigen Magiers abweichen. Der Stolz und die Freude über dessen Tat schlagen sich sofort im Klang der Stimme nieder. Jann Oltmanns (Rodge) kann seiner Rolle als Brummbär weiterhin treu bleiben, verkörpert diese aber nicht weniger gut, absolut Klasse. Einzig und allein scheint Christian Rudolf (Telon) etwas nachzuhinken. Die Stimmlage ist meist immer die selbige, lediglich mit der Lautstärke wird etwas gespielt. Es ist keinesfalls eine schlechte Leistung des Sprechers, aber dennoch scheint es noch Luft nach oben zu geben.

Die Vorschau auf die nächste Folge, welcher am Ende dieser Folge dem Zuhörer präsentiert wird, lässt auf eine richtig interessante Begegnung und damit verbundenen Antworten hoffen. Nachdem der kleine Knick drin war, geht es wieder steil in die Lüfte. Unterstrichen wird dies wieder durch die fabelhafte Musik und das Sounddesign.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story:

Aufbau:

Atmosphäre:

17 Sterne = hervorragend

 

Cover: © Europa

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