Cornelia Funke: Igraine Ohnefurcht
Written by Martina Ernst |
 
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Das Hörspiel „Igraine Ohnefurcht“ basiert auf der 2007 erschienenen, von Autorin Cornelia Funke überarbeiteten, Neufassung des Buches. Es gab kleine inhaltliche und stilistische Änderungen. Igraine ist nicht mehr zehn Jahre alt, sondern zwölf und Gilgalad heißt nun Osmund.

Igraine Ohnefurcht möchte eine berühmte Ritterin werden. Jahrelang hat es keinen Angriff auf die kleine Burg Bibernell mehr gegeben. Das ändert sich, als Osmund und Ritter Rowan Ohneherz auf Burg Düsterfels einziehen. Osmund der Gierige hat es auf die sprechenden Zauberbücher abgesehen, die Igraines Eltern besitzen. Ausgerechnet jetzt sind Igraines Eltern Sir Lamorak und Melisande durch einen Zauberfehler außer Gefecht gesetzt.     

 

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Die Geschichte beginnt mit einem von Igraines Ritterinnenträumen. Witzig ist, wie Igraine aus ihrem Traum gerissen wird und wer ihr hilfreich zur Seite steht. Burg Bibernell ist eine besondere Burg. Igraines Eltern sind Zauberer und auch ihr Bruder Albert will Zauberer werden, hat aber bisher nur die dritte von sieben Prüfungen geschafft. Im Burggraben leben Wasserschlangen und die Steinlöwen sind eifrige Wächter. Autorin Cornelia Funke hat ein interessantes Szenario geschaffen, das Kinder wie Erwachsene gleich in den Bann zieht. Eine Burg mit Überraschungen, Magie, sprechende Tiere und Dinge. Es entstehen Bilder im Kopf und die Phantasie erhält viel Raum, sich auszutoben. Denn es werden nur wenige wichtige Details genannt. „Igraine Ohnefurcht“ ist eine ungewöhnliche Mischung aus Rittergeschichte und Fantasy-Story und deckt dabei vieles ab, was Jungen wie Mädchen sich wünschen. Die Musik ist der Ritterzeit angepasst und stammt von Jan-Peter Pflug. Für viel Atmosphäre sorgen die Sprecher. Felix von Manteufel führt als Erzähler durch die Geschichte. Besonders beeindruckend ist Laura Maire als Igraine Ohnefurcht. Sie schafft es, alle Emotionen des Mädchens realistisch und mitreißend darzustellen. Einige bekannte Namen tummeln sich in der Sprecherliste. Sogar Monty Arnold als Kater Sisiphus ist dabei. Wolf Frass bleibt als Riese Garleff im Gedächtnis. Das Zusammenspiel der Akteure klappt hervorragend. Patrick Bach, Cathlen Gawlich, Frank Gustavus und Jens Wendland sind als die sprechenden Zauberbücher herrlich verwöhnt, nervig und wuselig. Es macht nichts aus, dass sich die Geschichte größtenteils vorhersehen lässt. Zauberfehler, schwierige Aufgaben und ungewöhnliche Charaktere sorgen für Unterhaltung. Originell sind auch die Namen wie Ohnefurcht und Ohneherz. Einfach, aber prägnant. Mit Lanzelot als Pferd erhält auch noch eine alte Rittergeschichte Einzug. Gut und Böse lassen sich leicht auseinander halten. Wie wird Igraine Burg Bibernell und ihre Familie retten? Der ältere Bruder Albert wächst genauso wie Igraine über sich hinaus. Die gute Stimmung des Hörspiels schwappt trotz späteren Kampfgeschehens über. Klar darf ein Happy End nicht fehlen. Toll, dass nach dem Ende der Geschichte die Sprecher auf lustige Weise vorgestellt werden.

Die Coverillustration fängt die Geschichte als Märchen ein. Was es mit den Schweinen auf sich hat? Das Hörspiel verrät es. Igraine wirkt tapfer und mutig und muss sich in ihrem Abenteuer einigen Herausforderungen stellen. Farben und Details sind gut gewählt. Der Titel allein hat schon Anziehungskraft. „Igraine Ohnefurcht“ ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht und ein Hörspaß für die ganze Familie.  

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere: (4,5)
tech. Umsetzung:
Cover: (4,5)
Emotion: 
 
25 Punkte = Hörspaß

Cover: © oetinger audio

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