Die drei ???: Geheimnisvolle Botschaften (160)
Written by Sven Kettner |
 
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Justus, Peter und Bob lernen Barbara, ein nettes, junges Mädchen, kennen. Diese erzählt ihnen vom Raub eines alten Buches, welches ihrem Vater, Professor Mathewson, gehört hatte. Schnell wollen die drei ??? helfen und stürzen sich in die Ermittlungen. Ungewohnt schnell kommen die Detektive ans Ziel und haben Täter und das Buch. Doch keinesfalls ist dies das Ende, denn die eigentliche Arbeit beginnt erst. Durch das Belauschen von Alan Jones und seiner Mitstreiterin Shu Liin erfahren die drei, dass es noch ein Geheimnis zu lüften gilt. Genau genommen handelt es sich dabei, dem Titel des Hörspieles entsprechend, um eine „Geheimnisvolle Botschaft“.

 

Die Schnitzeljagd beginnt mit einigen Tücken und es erwartet Justus, Peter und Bob einige unverhoffte Überraschungen. Für den Zuhörer hingegen dürfte diese Folge keinesfalls etwas Neues darstellen. Auf der einen Seite haben die drei ??? noch keinen Fall in dieser Form gehabt, aber zahlreiche Filme handeln von dieser Thematik. Auch ist der Indianer Jones Verschnitt alias die Figur Alan Jones mehr kläglich als einfallsreich eingebaut. Ebenso die Figur Shu Liin ergibt keinen nachvollziehbaren Sinn. Hinzu kommt die sprachliche Sichtweise, die keinesfalls erquickend ist. Der gesprochene Dialekt wirkt fehl am Platz und wird nicht überzeugend dem Zuhörer vermittelt. Monika Freisfeld-Pampel versucht die Figur als gefährlich wirken zu lassen. In Anbetracht der zuckersüßen Stimme, dem angewandten Dialekt und zahlreichen Drohungen und Kampfdemonstrationen steht unter dem Strich eine enttäuschendeLeistung.

Auch der Sprecher Achim Schülke kann keine Lobeshymne auf sich singen lassen. Als Stadtverwalter hat er zwar nur einen sehr kurzen Auftritt , wollte diesen aber wohl voll auskosten. Weniger wäre mehr gewesen. Tief schnaubend und außer Atem scheint dieser zu sein. Der Zuhörer stellt sich unmittelbar einen älteren, rundlichen Mann vor, der aber womöglich nicht mehr arbeiten dürfte. Dies ist das Resultat seiner sprachlichen Vorstellung. Im Gegenzug hat auch Sven Dahlem nur eine Nebenrolle als Kellner. Jedoch wird diese zur vollsten Zufriedenheiterfüllt. Sofort nimmt man diesem seine Rolle in einem edlen Hotel ab. Stets höflich, etwas reserviert; einfach überzeugend.Als Bösewicht mit seiner rauen, dunklen Stimme leistet Wolfgang Pampel eine wunderbare sprachliche Darbietung ab. Es gibt keinen Zweifel, dass seine Figur (Alan Jones) ein richtiger Fiesling sein kann und diesem jedes Mittel recht ist.

Die oben angesprochen Geschichte, damit kein falscher Gedanke aufkommt, ist keinesfalls schlecht. Die Einleitung ist sehr kreativ gestaltet worden, so dass der eigentliche Fall, die Art Schnitzeljagd, sehr gut und vor allem überraschend aufkommt. Dennoch ist dies, wie erwähnt, nichts Neues. Die Folge 160 zählt unterm Strich nicht zu den hervorragenden Werken, bietet aber einen guten Unterhaltungswert. Natürlich aber nur, wenn man nicht ganz so kritisch in Anbetracht der sprachlichen Besetzung ist und das Ende nicht zu konstruiert und absehbar hält.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story:

Aufbau:

Atmosphäre:

12 Sterne = akzeptabel

Cover: © Europa

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