Pollution Police - Die kleinen Pfadfinder: Das Gold im Bunker (1)
Written by Adriane Haussmann |
 
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Pollution Police e.V. ist ein Pfadfinderverein in Deutschland, der sich zum Ziel gesetzt hat die Pfadfinderbewegung wieder aktiver in das Gedächtnis zu rufen. Mit vielen Sponsoren und freiwilligen arbeitet der Verein derzeit an einem Film und hat bereits eine eigene Hörspielserie gestartet. In diese haben wir einmal hineingehört.

Niklas, Linus und Melissa gehören der Pfadfindergruppe „Pollution Police“ an, die die Welt ein kleines bisschen besser machen will als sie sie vorgefunden hat. Als sie sich gerade mit der Gruppe im Fürstenwald befinden, hören sie einen lauten Knall. Unerlaubt entfernen sie sich von der Gruppe und stoßen auf die Ursache. Das Hoch- und Tiefbauamt veranlasst diese kontrollierten Sprengungen anscheinend. Das finden die drei nicht gerade sehr überzeugend und beginnen mit ihren Nachforschungen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass da etwas ganz anderes im Gange ist, denn in Wahrheit geht es um ein verschollenes Golddepot aus dem zweiten Weltkrieg, welches jetzt geplündert werden soll. Das wollen Niklas, Linus und Melissa natürlich verhindern.

 

„Pollution Police – Die kleinen Pfadfinder“ ist eine Mischung aus TKKG und Drei Fragezeichen. Man hat eher nicht das Gefühl, dass es sich dabei wirklich um Pfadfinder handelt, sondern eher um drei Spürnasen. Wir haben den schlauen Fuchs, der sich alle Fakten merken kann, den Sportlichen und das Mädchen mit dem Herz. Diese Konstellation erinnert doch stark an TKKG. Hinzu kommt, dass die drei immer einen Waschbären namens Einstein dabei haben, was bei TKKG mit dem Hund Oscar der Fall ist. Die Idee des Unterschlupfs kennen wir bereits von den drei Fragezeichen. Dennoch kann man mit den Dreien sympathisieren.

Die Sprecherleistungen von Daniel Käser, Patrick Bartsch und Julia Fölster sind ebenso überzeugend wie die der anderen Sprechern Sascha Rotermund und Robert Missler. Allgemein ist das Cast gut besetzt und auch die Story in „Das Gold im Bunker“ ist gut überlegt, doch für mich sind die Dialoge das rote Tuch!

 

Dass die drei Freunde gegen das Unrecht sind, merkt man und auch, dass sie tierlieb sind. Doch als das Transportmittel für Waschbär Einstein fast wie in einer Reklame beschrieben wird, damit der Hörer weiß, dass es dem kleinen Kerlchen gut geht und es sich dabei nicht um Tierquälerei handelt, finde ich irgendwie in dieser Art und Weise fehl am Platz. Ebenso die Umschreibung, wenn sich die Kids selbst Cola bestellen und dem kleinen Einstein erklären, dass für ihn das zuckerhaltige und süße Getränk nicht gesund ist. Diese Stellen klingen mir zu sehr nach den Worten von Erwachsenen, die hier mit dem Finger zeigen anstatt nach Jugendlichen. Und solche Stellen gibt es leider viele. Im Bus zum Thema Zivilcourage, im Bunker zum Thema Naziverbrechen und und und. Hier holpert es dann einfach im Bereich Dialog und die Glaubwürdigkeit der Figuren hinkt.

Wir warten jetzt einmal die zweite Folge ab, ob sich dies dort bereits etwas abnutzt und es einfach die Drang nach dem Perfektionismus der ersten Episode war, der diesen Makel entstehen ließ oder ob dies zum Erscheinungsbild der Serie gehört.

 

Unsere Bewertung:

 

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre:

 

12 Sterne = akzeptabel

Cover: © Pollution Police