Dorian Hunter - Folge 22.2. Esmeralda - Vergeltung
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Folge 22 geht in die zweite Runde, weiterhin wandeln wir zwischen den Zeiten … Dorian Hunter in der Gegenwart und sein früheres Ich, Juan Garcia de Tabera zu Zeiten der spanischen Inquisition im sechzehnten Jahrhundert. Der Titel sagt natürlich klar aus, dass Esmeralda weiterhin eine zentrale Rolle einnimmt … um jedoch herauszufinden, inwieweit die titelgebende „Vergeltung“ ausfällt bleibt nur eins: Hören wir rein!

Grob kann man sagen, dass der allgemeine Fokus der Folge auf den Geschehnissen in der Vergangenheit liegt … grob geschätzt würde ich sagen etwa zu zwei Dritteln. Die Folge startet auch sofort mit Esmeraldas Verhör durch Lucero und dieser geht alles andere als zimperlich mit ihr um … doch er wird jeh unterbrochen als der Pöbel angeführt von de Tabera die Festung stürmt und gezwungen ist Lucero zu fliehen. Doch nicht nur mit Lucero hat de Tabera abzurechnen, da ist auch noch der dämonische Graf, dem er sich zu stellen hat und dieser ist ein gefährlicher Gegner. Dorian Hunter persönlich übernimmt dagegen nur eine Nebenrolle in dieser Folge, die meiste Zeit verweilt er noch in seinem Zustand der Bewustlosigkeit … daher nutzt man die Gelegenheit, dem Sprecher über weite Strecken die Aufgabe des Erzählers zu übertragen und das funktioniert eigentlich auch sehr gut. Wie gesagt, in der Gegenwart passiert nicht allzuviel, von Coco Zamis und Helnwein hört man nur am Rande und von Olivaros Plänen ist in der vorliegenden Folge gar nichts zu hören. Der bewusstlose Hunter wird unterdessen im Krankenhaus von Kollege Cohen bewacht. Dort geht es zum Ende der Folge dann aber nochmal zur Sache. Dabei mach Hunter Bekanntschaft mit einem Teil seiner Vergangenheit. Oder mit der Vergangenheit von de Tabera? Naja, wie auch immer... Nachdem das eigentliche Hörspiel gelaufen ist, bekommt der Hörer noch einen kleinen Bonus, das Kurz-Hörspiel „Schneesturm“.

 

In der neuen Folge gibt es von handwerklicher Seite mal wieder nichts zu meckern, allenfalls die musikalische Untermalung hätte ein wenig mehr Abwechslung vertragen können. Aber ansonsten atmosphärisch top wie immer. Auch die Sprecher sind allesamt in Hochform, Frank Gustavus als Cohen konnte mir wieder einmal ein Schmunzeln entlocken und vorallem Volker Brandt, den ich ansonsten vorallem aus der ruhigen Pater Brown Reihe von Maritim kenne, macht als skrupelloser Lucero eine sehr gute Figur. Von inhaltlicher Seite hätte es für meinen Geschmack ruhig etwas mehr Handfestes geben können. Zwar werden die Fragen rund um das Thema „Esmeralda“ hinreichend beantwortet, aber nach dieser Folge hat man als Hörer eigentlich mehr Fragen als vorher. Auch hatte ich irgendwie das Gefühl, dass der Zweiteiler nicht so richtig in sich abgeschlossen ist. Wie es in der Inquisitionszeit mit Lucero und Tabera weitergeht, ist noch völlig offen und ich hoffe, dass sich das in den nächsten Folgen noch klären wird. Auch zu Olivaros Machenschaften hätte ich mir noch den einen oder anderen Hinweis gewünscht. Aber man kann eben nicht immer alles haben.

Insgesamt schafft man es jedenfalls wieder einmal eine kurzweilige, unterhaltsame und zuweilen auch spannende Folge an den Mann zu bringen und dazu tragen vorallem die herausragenden Sprecher bei. So kann es mit Dorian Hunter gut und gerne weitergehen, abei ein paar Antworten mehr würde ich mir für die nächste Folge dann doch wünschen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:

  24 Punkte = Hörspaß

Cover: © Folgenreich

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