Offenbarung 23: Der Sündenfall (49)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Der Titel lässt bereits vermuten, dass dieses Mal ein biblisches Thema auf dem Plan steht. Was mag uns da erwarten, vielleicht eine Verschwörung à la Da Vinci Code oder ein tiefer Einblick in die Missbrauchsskandale? Das wird sich während der nächsten gut 70 Minuten sicherlich klären.

An dieser Stelle fasse ich normalerweise kurz den Inhalt des Hörspiels zusammen, dies fällt mir in der vorliegenden Folge der Offenbarung 23 allerdings wirklich schwer. Ich habe das Hörspiel wirklich zweimal angehört und ich kann immer noch nicht sagen, wo der rote Faden in dieser „Geschichte“ verlaufen soll. Die ganze Handlung wirkt wie ein einziges Flickwerk. Zuerst sind wir bei T-Rex und Nolo bei ihrem Schäferstündchen als Ian G hereinplatzt, dann wird ein ewig erscheinendes (ich nenne es einfach mal) Dekret verlesen, dann ist Georg plötzlich bei St. Clair und Banners Logem um kurz darauf einen Sprung zu Ians geheimem Schrein voller alter Schriftrollen zu machen. Dann sind wir bei Georg und seiner Mutter, die einen ewig langen Monolog hält und dabei spricht als hätte sie einen Doktor in Philosophie gemacht (Nolo ist nun auch wieder dabei). Dann geht es zum Abschluss noch nach Rom, jetzt kommt auch das erste Mal etwas Verschwörungsstimmung auf als man anklingen lässt, dass Ratzinger absichtlich auf die Stellung des Papstes „wegempfohlen“ wurde, um die katholische Kirche ihres obsersten Sittenwächters zu berauben, denn kurz nach seiner Berufung kamen die Missbrauchsfälle weltweit in die Medien.

 

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Nachdem das Hörspiel verklungen ist, wusste ich nicht recht, was ich dazu sagen soll und ich habe es, wie gesagt, zweimal aufmerksam angehört. Hier präsentiert man den Hörerinnen und Hörern eine endlose Aneinanderreihung von Monologen, gelegentlich auch Dialogen, rund um Adam, Eva, den Sündenfall, Sterblichkeit, Religionsmärchen, Glauben, usw., usw. … Ich fühle mich sofort an St Clairs Endlos-Monolage damals in Folge 13 „Das Wissen der Menschheit“ erinnert, die für mich eine der schlechtesten Folgen vor dem Stilbruch war. Im Großen und Ganzen habe ich mich eigentlich die gesamte Spielzeit gelangweilt, was ich hier hörte, war bis auf Weniges nichts Neues. Eher eine langatmige als eine „dramatische Aufarbeitung von Verschwörungstheorien“. Mag sein, dass die einen oder anderen Gefallen an dieser Phrasen- und Faktendräscherei finden werden. Für mich ist „langweilig“ das treffenste Wort, um dieses Hörspiel zu beschreiben. Natürlich ist das Ganze von technischer Seite wieder gut gemacht und die Sprecher sind auch in gewohnt guter Form. Dies bewahrt das Hörspiel vor einer völligen Bauchlandung, aber inhaltlich für mich persönlich dennoch ein Schuss in den Ofen.

Ich finde es immer traurig, wenn ich nahezu nur Schlechtes zu einer Produktion anzumerken habe, aber Offenbarung 23 ist nach dem Neustart genauso geblieben wie damals zu den Anfängen. Immer wieder starke Auf und Abs, die zwischen spannend-interessant und gähnend-langweilig alle Schattierungen abdecken. Ich für meinen Teil hoffe, dass die nächste Folge wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt und man sich nicht auf ewig lange Monologe beschränkt.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: )
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:
 
15 Punkte = Durchschnitt

Cover: © High Score Music

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