Dorian Hunter – Folge 25.1: Die Masken des Dr. Faustus – Mummenschanz
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Die Serie „Dorian Hunter“ feiert ein kleines Jubiläum und mit der 25sten Folge, die nun als Dreiteiler erscheint, schließen wir zudem ein Kapitel im Hunter-Universum ab. Aber das ist nicht das einzige Bemerkenswerte, denn Zaubermond und Marco Göllner, der bis dato als Skriptautor und Regisseur fungierte, gehen nunmehr getrennter Wege. Ein Thema um das schon heiß diskutiert wurde und einige Schwarzseher sehen bereits dunkle Wolken am Horizont aufsteigen. Es ist klar, dass neue Regie auch einen neuen Hunter bedeutet. Und wenn neu, dann besser oder schlechter? Eine Frage, die sich am besten durch Anhören der neuen Folge klären lässt; hoffen wir also auf das Beste!

Zu Beginn ist der Übergang von der letzten Folge zu der aktuellen alles andere als einfach und man braucht eine ganze Weile, um sich wieder zurecht zu finden. Hunter und seine Mitstreiter haben nun endlich den goldenen Drudenfuß in ihren Besitz gebracht, um dem Dämonendrilling den Garaus zu machen. Allerdings ist das ganze offensichtlich alles andere als einfach und die Situation verkompliziert sich zunehmend. Allerlei Parteien scheinen ihre eigenen Pläne mit dem Drudenfuß zu haben, darunter auch Hunters neue Vorgesetzte Bethany Bail. Olivaro sucht unterdessen immer wieder den Disput mit Hunter, will er wirklich ebenfalls den Drilling loswerden oder hat er doch andere Hintergedanken? Während sich all dies in der Gegenwart abspielt, lernen wir zudem Hunters dritte Inkarnation Georg Rudolf Speyer auf dessen eigener Suche nach dem Drudenfuß kennen. Speyers Erlebnisse geben Hunter weitere wichtige Hinweise bezüglich des Wesens des Drillings.

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Nun ja, diese Inhaltsangabe liest sich noch recht vage und das ist die Handlung auch. Die erste Folge dieses Dreiteilers ist vor allem sehr anstrengend anzuhören und zuweilen auch sehr wirr. Ich hatte anfangs wirkliche Probleme mich in dem Plot zurecht zu finden und habe das Hörspiel insgesamt dreimal aufmerksam angehört. Ich kann jedenfalls voll und ganz verstehen, dass einige kritische Stimmen hier von einem grauenhaften Durcheinander sprechen. Auch ich hatte nach dem ersten Durchgang das Gefühl in einen mittelschweren Verkehrsunfall verwickelt worden zu sein. Man muss sich mit ganzer Kraft konzentrieren, wer nebenher bügelt oder das Hörspiel im Auto anhört, hat kaum eine Chance der Handlung zu folgen. Man springt nicht nur in der Zeit, sondern auch in der Gegenwart zwischen teilweise drei bis vier Orten. Zu den Spitzenpassagen in diesem Hörspiel folgen die Ortswechsel im Minutentakt. Es gab schon andere Produktionen wie beispielsweise die Schwarze Sonne, die die ganze Aufmerksamkeit der Hörerinnen und Hörer forderten, aber hier hat man es für meinen Geschmack einen Tick zu weit getrieben. Die Sprecherleistung hingegen ist durchweg gut, auch in kleinen Nebenrollen hört man gestandene Sprecher wie zum Beispiel Detlef Bierstedt oder Reent Reins. Die Atmosphäre hingegen hat mich teilweise etwas enttäuscht vor allem bei den Passagen in der Vergangenheit kam dieses Mal nicht wirklich die richtige Stimmung auf. Im „Esmeralda“-Zweiteiler war die musikalische Untermalung um Welten besser.

Das Hörspiel ist nicht schlecht, aber es ist auch nicht wirklich hervorragend. Für eine Jubiläumsfolge habe ich mir durchaus etwas mehr versprochen. Man macht hier einen ersten Schritt in diesem Finale rund um den Dämonendrilling, allerdings keinen besonders großen. Die Handlung hat in dieser Folge, wie ich finde, keine wirklich bemerkenswerten Spannungshöhepunkte. Bei manchen Szenen fragte ich mich zudem, was man mit diesen Geräuschen nun eigentlich darstellen wollte, hier fehlte dann der entsprechende Erzählerkommentar zur Klärung.

Alles in allem bin ich nicht vollends enttäuscht, aber schon ein wenig und damit bin ich sicher nicht der Einzige. Es wäre an dieser Stelle verfrüht den Grund im Regiewechsel zu suchen, einen solchen Schluss wird man erst nach dem gesamten Dreiteiler ziehen können. Der erste Abschnitt ist absolviert, aber es bleibt noch einiges an Luft nach oben. Ich hoffe man steigert sich in den verbleibenden beiden Teilen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover: (4,5)
Emotion: (2,5)
 
20 Punkte = Rohdiamant

Cover: © Zaubermond

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