Dorian Hunter – Folge 25.2: Die Masken des Dr. Faustus – Hassfurt
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Mit der zweiten Etappe des Faust-Dreiteilers erwarte sicher nicht nur ich gespannt den Auftritt von Dieter Hallervorden in der Rolle des Dr. Faust, der im ersten Teil nur eine kurze Erwähnung fand. Hören wir also, wie Hunters Jagd nach dem Dämonendrilling weitergeht und welche Rolle Faust in seinem früheren Leben spielte.

Auf Vergangenheitsebene kommen Georg Rudolf Speyer, Hunters dritte Inkarnation, und seine Schauspielgesellschaft endlich in Hassfurt an. An diesem offensichtlich verwunschenen Ort spielen sich merkwürdige Dinge ab, die Bewohner scheinen ausnahmslos besessen zu sein. Zudem ist Speyer immer noch auf der Suche nach dem Drudenfuß, den ihm eben diese Schauspieler in Toledo vor der Nase wegschnappten. Hassfurt ist auch der Ort an dem Dr. Faust das erste Mal die Bühne betritt. Er schließt sich Speyers Feldzug gegen den Dämon an. Da die Drillinge von ihrem Paten zu einem Leib vereinigt wurden ist Faust sicher, dass es essentiell ist den Drilling wieder zu trennen um ihn zu bezwingen. Natürlich muss dazu auch der Drudenfuß gefunden werden

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In der Gegenwart geht es auch im zweiten Teil wieder ziemlich drunter und drüber, der Drudenfuß wurde durch unbekannte Ganoven entwendet, nun werden diese ihrerseits Opfer eines Überfalls. Die neuerlichen Angreifer übersehen das Artefakt allerdings und so fällt es wieder dem Dämonenkiller in die Hände. Olivaro gibt Hunter zudem einen Tipp bezüglich des Standortes der ominösen „Black Angels Cathedral“. Doch in den Katakomben, in denen sich Berge von Leichen türmen, trifft er zunächst nicht auf den Drilling oder einen dessen Paten, sondern wird mit einer gewaltigen Übermacht an Untoten konfrontiert … nur gut dass er den Drudenfuß wieder in seine Gewalt gebracht hat. Die Lage ist aber dennoch brenzlig und alles andere als überstanden. Wir nähern uns dem Finale, das ist spürbar.

Nachdem der zweite Teil zu Ende ist bin ich nachwievor noch nicht von diesem Dreiteiler überzeugt. Im Gegensatz zum ersten Teil erfolgen die Schnitte zwischen den Szenen nicht mehr so überhastet, was das Folgen der Handlung deutlich einfacher macht. Ich habe allerdings das Gefühl, dass die Katze hier ziemlich lange um den heißen Brei herum schleicht. Ich empfinde es so, dass man sich im Gegenwartsplot etwas im Kreis bewegt ohne wirklich voran zu kommen. Das ganze hin und her mit dem Drudenfuß, das aber zu nichts führt, weil er am Ende doch wieder bei Hunter landet, zum Beispiel. Die Bösewichte überfallen die ersten Diebe und lassen den Drudenfuß einfach liegen und gehen wieder … kann es das wirklich sein? Auch die Story rund um Speyer weiß mich nicht zu fesseln, schließlich weiß man ja schon im Voraus, dass es nicht klappen wird … die einzige Frage, die da bleibt, ist wie das Ganze letztendlich schief geht. Olivaros Bezug zu Speyer wird dagegen etwas besser beleuchtet. Der Auftritt von Hallervorden hat mich dann auch eher enttäuscht, man gewährt Faust nicht viel Redezeit und ich frage mich dabei auch, warum überhaupt von einem „Faust-Dreiteiler“ die Rede ist … Faust spielt allenfalls eine kleine Nebenrolle. Einige Szenen, insbesondere die Hinrichtung und auch die Szene im Wirtshaus, wo auch Faust seinen Auftritt hat, empfand ich eher als geschmacklos und weniger als atmosphärisch gelungen. Wie auch im ersten Teil muss ich sagen, was die Atmosphäre angeht kein Vergleich zu dem „Esmeralda“-Zweiteiler.

Nach zwei gehörten Teilen, macht sich bei mir immer deutlicher das Gefühl breit, dass die Story nicht allzu viel hergibt. Das Ganze wirkt in die Länge gezogen und ich glaube eine straffere Version, vielleicht nur in zwei Teilen, würde eine bessere Figur machen. Aber warten wir das Finale ab, vielleicht gibt es doch noch DEN großen Paukenschlag zum Finale.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung: 
Charaktere: (2,5)
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion: (2,5)
 
20,5 Punkte = Rohdiamant

Cover: © Zaubermond

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