Offenbarung 23: Mozart, oder: Mitternacht in Wien (54)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nach den doch recht aggressiven und gewaltbetonten Folgen lässt der Titel der 54sten Episode vermuten, dass uns ein wohl eher ruhigerer Ausflug in die Welt der klassischen Musik rund um Mozart erwartet. Aber bei Offenbarung 23 weiß man nie, in diesem Sinne: Rock me Amadeus!

Georg und Nolo befinden sich im Flieger nach Frankfurt, als sie die nächste Chiffre von Tron erreicht. Sie folgen einem merkwürdigen Musikfreund nach Wien, wo sie eine regelrechte Zeitreise machen und auf Wolfgang Amadeus Mozart treffen. Im Rahmen ihrer Gespräche mit dem berühmten Komponisten erfahren sie Allerlei über seine Zeit, sowie die politischen Verwicklungen und Veränderungen. Sind Mozarts Opern wikrlich ein Verkündungsorgan der Freimaurer im Namen der Aufklärung gewesen, allem voran die Zauberflöte als Mahnung an den Kaiser Lepold II?

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Zum Inhalt der Folge gibt es dieses Mal recht wenig zu erzählen. Sie steht in starkem Kontrast zu den letzten Folgen der Serie und kommt mit einem gemächlichen Tempo eher ruhig daher. Man beleuchtet sehr ausführlich das Leben Mozarts im Kontext der Politik der Zeit und mit Hinblick auf die Freimaurer. Für mich persönlich war das Thema recht interessant, auf Grund der ruhigen Kulisse kommt aber so gut wie keine Spannung auf. Es wird mich daher nicht wundern, wenn einige Hörerinnen und Hörer das Hörspiel in die Kategorie „langweilig“ einordnen werden. Der Hauptplot wird erst in der Abschlussszene aufgegriffen, in der Ian G. und diverse andere Bekannte auf den Plan treten. Die gesamte „Zeitreiseatmosphäre“, von wegen die Zeiten und Dimensionen verschmelzen etc., empfand ich eher lächerlich als überzeugend. Auch der Stilbruch am Ende der Folge war für meinen Geschmack eher störend und erinnerte mich stark an das Ende der Folge 12 - mein Gott ist das lange her. Sehr positiv dagegen finde ich, dass man dieses mal wieder einen gesitteten Ton anschlägt und auf eine inflationäre Verwendung von Kraftausdrücken verzichtet.

Folge 54 ist eine Episode der Reihe, die sehr ruhig und gemächlich angelegt ist. Spannung und Tempo fehlen merklich, auch wenn einige der geschilderten Zusammenhänge durchaus interessant sind. Die übernatürlich angehauchten Elemente der Folge finde ich, wie auch in einigen der letzten Ausgaben, eher als unnötig. Auch das Ende der Folge nach dem üblichen Gerede über Wahrheit überzeugt mich nicht wirklich. Insgesamt wieder mal eine durchwachsene Folge.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (2,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover: 
Emotion: (2,5)
 
20 Punkte = Rohdiamant

Cover: © high score music

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