Gespenster-Krimi (1) – Mörderbäume
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Eine garstige Monsterfratze blickt uns vom Cover der ersten Folge der neu gestarteten Reihe Gespenster-Krimi an, die nun als Gemeinschaftsprojekt von Audionarchie (MindNapping) und Contendo Media (Mord in Serie) gestartet wurde. Einige Hörspielfans werden sich sicher noch daran erinnern, dass vor nun schon einigen Jahren bereits einmal ein Versuch gemacht wurde, die klassischen Grusel-Groschenromane als Hörspielserie herauszubringen.

Damals war allerdings bereits nach Folge 6 Schluss. Wenn die beiden Labels, die nun hinter diesem neuen Hörspielprojekt stehen, die von ihnen gewohnte Qualität abliefern bin ich mir sicher, dass es dieses Mal deutlich mehr Folgen werden können. Ich bin gespannt, ob diese neue Serie sich im hart umkämpften Gruselhörspielsegment behaupten und etablieren kann.

Die mörderischen Bäume in unserer Geschichte lassen nicht lange auf sich warten und drei Pfadfinder werden beim kampieren in den schottischen Wäldern von dämonischen Bäumen angegriffen, einer von ihnen wird verschleppt. Dies ruft die junge gutaussehende Pressefotografin Vera Lorrimer auf den Plan. Der verschwundene Junge ist ihr Bruder und sie beginnt ihre privaten Ermittlungen in dem kleinen Ort Killamy. Dort stößt sie bei der Bevölkerung unmittelbar auf Abneigung und Abweisung. Ein düsteres Geheimnis scheint den Ort zu umgeben, ein Druide und Zauberer, der alte Achaz, soll über den Wald und das Dorf herrschen. Mehr Informationen erhält Vera von Edward Mackintosh, Ahass Gehilfen, der seinerzeit von diesem als Findelkind aufgenommen und aufgezogen wurde. Mit dessen Hilfe gelingt es ihr schließlich auch den Zuständigen bei Scotland Yard zu überzeugen und einen Großeinsatz vom Zaun zu brechen. Aber wird dies ausreichen, den mächtigen Druiden, der angeblich schon hunderte Jahre über diesen Ort herrscht, zu überwältigen und zu entmachten?

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Nachdem das Hörspiel verklungen ist, bleibt bei mir ein durchweg positiver Gesamteindruck haften. Man mag zwar ankreiden, dass bei der Geschichte nicht wirklich große Grusel- oder Gänsehautatmosphäre aufkommt, aber die Geschichte hat einen guten Spannungsbogen und schafft es dadurch die Hörerinnen und Hörer über die gesamte Spieldauer bei Laune zu halten. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls gut und was die Sprecher angeht, geben sich hier absolute Größen an Synchronstimmen die Klinke in die Hand. Dies führt dazu, dass die 87 Minuten geradezu verfliegen. Dies war zumindest bei mir der Fall.

Fazit: Eine solide Geschichte, eine professionelle Produktion und ein herausragender Sprechercast, diese Mischung ist der Garant für ein sehr gutes Hörspiel, das meiner Meinung nach bei der breiten Masse landen kann. Insgesamt ein gelungener Start für die neue Gespenster-Krimi Reihe. Hält man diesen Standard bei der Qualität der Produktionen an sich und hat weiterhin ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Geschichten, so wird sich diese Serie mit Sicherheit dauerhaft etablieren können.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (3,5)
Charaktere: (4,5)
tech. Umsetzung:
Cover: (3,5)
Emotion:
 
25,5 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Contendo

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