Gespenster-Krimi (2) – Teufelstochter
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nachdem das Debut einen durchweg positiven Eindruck bei mir hinterlassen hat, bin ich sehr gespannt, was „Die Teufelstochter“ und damit die zweite Folge der neu ins Leben gerufenen „Gespenster-Krimi“-Reihe zu bieten hat; Grusel, Spannung, Nervenkitzel, oder vielleicht alles zusammen? Wir werden es hören!

Zu Beginn der Geschichte erleben wir, wie der Bürgermeister einer kleinen bayrischen Stadt und seine Polizei ein Zigeunerlager durchsuchen. Dabei entdecken sie einen dusteren und dreckigen Verschlag in dem eine heruntergekommene Frau festgehalten wird. Entgegen aller Warnungen wird diese ins Krankenhaus gebracht, die übrigen Zigeuner werden vorläufig festgenommen. Im Krankenhaus kommt es zum nächsten Zwischenfall, die verwirrte Frau beißt eine der Krankenschwestern und verflucht sie. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellt, steckt mehr dahinter als leere Worte. Ein Dämon ergreift Besitz von der jungen Frau und es dauert nicht lange bis es zu einer ganzen Reihe von schrecklichen Ereignissen kommt: Mord, Verstümmelung, Brandstiftung, alles was man sich erdenken kann. Ist die Katastrophe noch aufzuhalten?

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Nachdem das Hörspiel verklungen ist, muss ich mich erst einmal schütteln, so viel Gewalt, Blut, Sex und Vulgärsprache auf einem Haufen ist mir im Hörspielbereich selten untergekommen … vielleicht in der einen oder anderen Folge bei Caine, aber sonst glaube ich noch nie. Die Teufelstochter ist sicher nichts für den Freund ruhiger Gruselunterhaltung wie es beispielsweise viele Folgen aus der Serie Gruselkabinett ausstrahlen und ich kann mir vorstellen, dass viele dieses Hörspiel als geschmacklos bezeichnen werden. Von Seiten der Sprecher ist die Produktion wie auch Folge 1 top besetzt, in einigen Nebenrollen hört man auch wieder dieselben Sprecher wie in der Vorgängerfolge, aber das ist absolut ok und in ökonomischer Hinsicht vollkommen nachvollziehbar … zumal das ja auch sehr hochkarätige Sprecher sind. Die Handlung ist abgesehen von der Tatsache, dass sie sehr polarisierend ist, recht vorhersehbar, zumindest was das Ende angeht. Ich habe mich dabei irgendwie ein bisschen an das Ende der Folge aus der Reihe „Danger“ aus dem Hause Maritim erinnert gefühlt (das ist auch schon sehr lange her), das ist aber ein subjektiver Eindruck denke ich. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Ende für einige sehr unbefriedigend sein könnte.

Fazit: Wieder eine handwerklich hochwertige Produktion, aber deutlich heftiger als Folge 1. Ich denke dies ist so ein Hörspiel an dem sich die Geister scheiden und das meiner Meinung nach nicht bei der breiten Masse Gefallen finden wird. Auf jeden Fall mutig eine solche Geschichte auf den Markt zu bringen, dabei muss man auch betonen, dass diese Folge alleine aus der Feder von Markus Topf stammt und keine Heftvorlage hat. Ich für meinen Teil bin auf die nächste Folge mehr als gespannt.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere: (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover: (3,5)
Emotion:
 
24 Punkte = Hörspaß

Cover: © Contendo

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