Offenbarung 23: Der Heilige Gral 2.0 (55)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Offensichtlich macht sich unser Hacker vom Dienst in der neuen Folge auf die Suche nach dem Heiligen Gral, oder nach einem „neuzeitlichen Äquivalent“, wie es im Klappentext heißt. Ob seine Suche erfolgreich ist und wohin sie ihn führen mag ,werden wir sicher gleich zu hören bekommen. Außerdem bin ich vor allem gespannt wie sich die obskure Handlung weiterentwickelt.

An dieser Stelle gebe ich für gewöhnlich eine kurze Zusammenfassung der Handlung, dies fällt mir beim vorliegenden Hörspiel jedoch um einiges schwerer als sonst. Ich habe diese Rezension nun schon eine Weile vor mir her geschoben und das Hörspiel nun wohl schon 4-5 Male angehört und weiß immer noch nicht so recht, wen man mit dieser Geschichte ansprechen möchte. Zu Beginn starten wir dort, wo die letzte Folge endete. Ian und die ganze Clique (Banner, Sachs, Margo) rühren hier, bildlich gesprochen, in ausufernden Dialogen alle möglichen Mythen und Götterkulte in einem großen Topf zusammen. Das Gesagte will sich für mich allerdings nicht zu einem schlüssigen oder aussagekräftigen Gesamtbild zusammensetzen. Danach machen sich T-Rex und Nolo auf die Suche nach Trons Heiligem Gral. Dabei springen sie hin und her von Ort zu Ort und durch die Zeit. Zudem zieht man noch einige Verbindungen zu „Matrix“ und „Akte X“. Der finale Cliffhanger und das abrupte Ende erinnern stark an die letzte Folge.

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Die vorliegende Folge ist, meiner Meinung nach, ein langatmiges, obskures und surreales Kuddelmuddel und KEINE „dramatische Aufarbeitung von Verschwörungstheorien“. Auf letztere verzichtet man in der neuen Folge vollständig und macht Georg zu einem zeitreisenden „Neo“, der von einer ununterbrochen unflätig fluchenden Nolo begleitet wird. In manchen Passagen wird in jedem zweiten Satz, „beschissen“, „Scheiße“, „verfickt“, oder ähnliches heraus geblökt. Diese Dialoge sind absolut destruktiv und tragen weder etwas zur Handlung noch zu eine guten Atmosphäre bei. Ich weiß nicht, was man mit solchen Dialogbüchern bezweckt oder wen man damit ansprechen will, mich jedenfalls nicht. Auch wenn das Hörspiel wieder auf hohem Niveau produziert ist, bleibt bei mir ein durchweg negativer Eindruck zurück. Der Cliffhanger passt so wie er ist in diese Handlung, aber ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich auf die Fortsetzung gespannt bin.

Insgesamt eine hochwertige Produktion mit guten Sprechern. Die surreale Handlung und die teilweise mehr als fragwürdigen Dialoge können bei mir allerdings keinen Punkt machen. Wer von der letzten Folge begeistert war, wird vielleicht auch hier in Jubelstürme ausbrechen, ich denke jedoch, dass viele nur den Kopf schütteln werden. Ich bin, so muss ich leider zugeben, froh, dass die Serie bald ein Ende finden soll. Viele Produktionen aus dem Hause „Highscore Music“ stehen bei mir hoch im Kurs, Offenbarung 23 gehört leider schon seit einer Weile nicht mehr dazu und die vorliegende Folge bestärkt mich weiter in diesem Empfinden.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (4,5)
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: (4,5)
Cover: (3,5)
Emotion: (1,5)
 
16 Punkte = Durchschnitt

Cover: © high score music

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