Twilight Mysteries – Die neuen Folgen (1) – Charybdis
Written by Daniel Fröhlich |
 
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 Und schon wieder eine neue Serie, die ich begutachten darf. Das geht in letzter Zeit nun wirklich Schlag auf Schlag und ich muss sagen … das gefällt mir! Tom Steinbrecher, der vielen durch seine Hörspielmusik bekannt sein wird, und Paul Burghardt haben sich zusammen getan und diese neue Serie auf die Beine gestellt. Um eine Verwechslung mit der Serie, die damals bei Dreamland nach der ersten Folge nicht fortgesetzt wurde, zu vermeiden, findet hat man noch den Zusatz „Die neuen Folgen“ ergänzt. Dieses Mal wird es sicher nicht bei einer einzigen Episode bleiben, da bin ich mir sicher!

Dr. Morton Zephyre, Experte für Paraphänomene, und sein Assistent Dave Edwards werden, kurz nach einem Bewerbungsmarathon auf die Position der neuen Sekretärin des Doktors, auf einen Artikel aufmerksam. In einem kleinen kanadischen Städtchen soll es zu merkwürdigen Wetterphänomenen gekommen sein und Männer in ungewöhnlichen Roben wurden beobachtet. Möglicherweise ein Hinweis auf die Baphomet-Sekte, der das Gespann schon eine Weile nachjagt? Vor Ort werden die beiden „Geisterjäger“ alles andere als wohlwollend empfangen. Im Anschluss machen sie die Bekanntschaft der spitzzüngigen Hackerin Nina, die an diesem Ort ebenfalls sehr deplatziert scheint und statten schließlich der Bohrinsel mit dem klangvollen Namen „Blue Thunder“ einen Besuch ab. Der Leiter der Bohrinsel streitet die Phänomene alle ab, hat er wirklich nur seine Geschäfte im Kopf oder versucht er etwas zu verbergen? Was sich unsere Protagonisten in jedem Fall wohl nicht haben träumen lassen ist, dass plötzlich ein Menschenleben auf dem Spiel!

 

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Alles in allem verströmt Twilight Mysteries eine sehr charmante Atmosphäre. Musik und Geräuschkulisse sind, wie ich im Vorfeld erwartet hatte, ausgezeichnet und auch der Sprechercast hätte kaum besser ausgewählt werden können: Marc Schülert als koffeeinabhängiger Doktor der Parawissenschaften, Kim Hasper als sein manchmal etwas naiv und tollpatschig daherkommender Assistent und Tanya Kahana als flippige Hackerin. Zudem Sprecher, die man nicht ständig in allen möglichen Produktionen zu hören bekommt. Neben der Geschichte rund um die Bohrinsel lässt man auch ein paar Hinweise auf die Vergangenheit des Doktors bezüglich seiner komatösen Frau und seiner Tochter fallen ohne jedoch wirklich etwas zu verraten. Auf diese Weise gelingt es, auch was die übergreifende Rahmenhandlung angeht, Spannung für die nächsten Folgen aufzubauen. Insgesamt schlägt man einen humorvollen Ton an, jedoch ohne ins Lächerliche abzudriften. Ich fühle mich vom Grundton ein wenig an die Serie Preston Aberdeen erinnert. Auch die Homepage zur Serie (www.twilightmysteries.de) mit ihren vielen Hintergrundinformationen kann ich nur wärmstens empfehlen, die Mühe und die Liebe zum Detail, die man hier hinein gesteckt hat, zeigen nur zu gut mit wie viel Herzblut die Schöpfer der Serie bei der Sache sind.

Mit Charybdis gelingt Burghardt und Steinbrecher ein ausgezeichneter Serienstart. Ich habe mich über die gesamte Spielzeit wunderbar unterhalten gefühlt, was vor allem mit den liebenswerten und lebendigen Charakteren zusammenhängt. Ich für meinen Teil freue mich schon auf die nächsten Folgen und wünsche der Serie alles Gute für die Zukunft. Daher eine klare und uneingeschränkte Hörempfehlung meinerseits!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover: (4,5)
Emotion: (4,5)
 
28 Punkte = Hörmuss

Cover: © maritim

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