Jack Slaughter: Asmodianas Todesring (16)
Written by Mareike Möller |
 
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Jack Slaughter hielt seine Eltern lange Zeit für tot, doch wie sich in der letzten Folge herausstellte, sind sie am Leben. Sie arbeiten für den Ghost Club in Russland in geheimer Mission und genau dort sind sie verschleppt worden und schweben in höchster Lebensgefahr. Während Jack, Tony, Dr. Kim Novak, die Hexe White Silk und der Balletttänzer Jean-Claude Van Helsing noch überlegen, was sie tun können, um Jacks Eltern zu retten, ereignen sich in einem Todestempel in Chinatown tragische Dinge.

 

Lloyd Skinner alias Mr. Luzifer und Lady Asmodiana alias Mrs. Luzifer lassen sich scheiden, dabei erhält die geschiedene Ehefrau zwar das gesamte Vermögen, doch sie lechzt nach mehr. Nicht nur Glanz, sondern auch Gloria schwebt ihr vor. Daher verwandelt sie kurzer Hand ihren Todestempel in ein Veranstaltungszentrum für ein Wrestlingtunier: Asmodianas Todesring. Für den Gewinner erfüllt sich ein Wunsch seiner Wahl.

Zuhause in Jacks Wohnung bittet Jack seine Grandma Abigail während eines Traumtelefonats um Hilfe. Sie dürfe ihn auch weiterhin „Tochter des Lichts“ nennen, wenn sie nur seinen Eltern helfen würde. Doch anstatt Jack Befehle zu geben, verlangt Abigail von ihrem Enkel nur, dass er ihr zwei Sachen verspricht. Jack willigt ein und das Gespräch schließt mit dem ultimativen Schminktipp jeder Folge: um schmale oder müde Augen in runde Kulleraugen zu verwandeln, empfiehlt Grandma, dunklen Eyeshadow auf das bewegliche Lid und am unteren Wimpernkranz entlang aufzutragen. Mit diesen Augen wird niemand so schnell die Tochter des Lichts ins Jenseits befördern.

Am nächsten Tag treffen sich die drei Kämpfer gegen das Böse, Jack, Tony und Dr. Kim Novak in ihrer Stammkneipe „Mosberg“ und besprechen die Lage. Dabei stoßen sie zufällig auf ein Plakat für das anstehende Wrestlingtunier in Asmodianas Todestempel und den ersten Preis. Jack ist sich sicher, so kann er seine Eltern aus ihrer Gefangenschaft retten.
Auch andere Kämpfer machen sich für den großen „Fight“ bereit. Der kaffeesüchtige Dämon mit den goldenen putzigen Hörnchen, Professor Doom, übt zusammen mit seinem Assistenten Basel Creeper und seinem Lieblingsdelfin Flopper. Er will sich mit dem Sieg seine Seele vom Teufel endlich wiederholen.
Der Tag des Turniers bricht an und mit ihm schreckliche Geschehnisse…


Jack Slaughter ist eine Hörspielserie, die sich selbst nicht so ernst nimmt, es aber doch immer wieder ist, heißt es auf der Homepage des Labels Folgenreich. Und genau diesen Spagat zwischen Humor und Ernsthaftigkeit erreicht die Serie seit nunmehr 16 Folgen. Über Humor lässt sich ja bekanntlich streiten, doch über die hochwertige Qualität dieses Hörspiels nicht. Der Regisseur Lars Peter Lueg bietet dem Hörer ein rundes Gesamtpaket: keine technischen Mängel, klug eingesetzte Musik und Geräusche und eine unterhaltsame und dramaturgisch gut durchdachte Geschichte.
Der Inhalt der sechzehnten Folge ist wieder einmal übersät mit schwarzen Humor, dummen Sprüchen, skurrilen Figuren und merkwürdigen Verhaltensweisen. Wussten Sie schon, dass die Exfrau des Teufels auf ihre Corporate Identity achtet und ihr Berater auf Grund der schlechten Wirtschaftslage drei Jobs gleichzeitig ausüben muss?

Die Sprecher sind Balsam und Erquickung für jedes Hörspielhörerohr. Simon Jäger als Jack Slaughter und David Nathan als Tony Bishop könnten sogar das Telefonbuch oder die Bedienungsanleitung eines Toasters (wer sich dafür interessiert, sollte einmal zu einer Prima Vista Lesung der Lauscherlounge gehen) vorlesen und man würde immer noch gebannt zuhören. Aber auch die anderen Sprecher Arianne Borbach als Parapsychologin und Bikinimodel Dr. Kim Novak und Till Hagen als Erzähler versüßen einem die 65 Minuten des Hörspiels.
Vielleicht mag sich der eine oder andere Hörer auf Grund des verqueren Humors doch streiten wollen, doch ich empfehle einfach über manche Sprüche hinweg zuhören, denn dann gewinnt man sogar nach wenigen Minuten den zwei Meter großen Dämon mit den putzigen goldenen Hörnchen (Klaus-Dieter Klebsch) lieb.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre:

18 Sterne = hervorragend

Cover: © Folgenreich


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