Dorian Hunter 16: Der Moloch
Written by Mareike Möller |
 
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Nachdem Hunter das Boot des italienischen Mafiabosses gekapert hat, trifft er sich auf hoher See mit seinen alten Freund Jeff Parker, um mit seiner Jacht nach Izmir zu segeln. Dort will Hunter weiter nach Haiti fliegen, um das von Valiora versteckte Artefakt, das einst Asmodi gehörte, zu holen. Doch erneut ist Asmodi Hunter einen kleinen Schritt voraus und schickt den Henker der Zamis, den Moloch los, um Hunter seine Unsterblichkeit zu nehmen und diesen endlich zu töten. Der Kampf Sohn gegen Vater geht in die nächste Runde.

 

Die Klanglandschaft dieser Folge ist wie gewohnt hervorragend. Kein Wunder also, dass Marco Göllner im Booklet ein Loblied auf Andreas Meyer, der für die genialen Töne und Geräusche verantwortlich ist, singt. Zudem erklärt Göllner, dass sich der Sound und Score auf das Wörtchen „Kalt“ reduzieren lasse und dass sich hinter dem klopfenden Geräusch, mit dem jede Hunter Folge beginnt und endet, das Schlagen eines gusseisernen Hammers gegen einen Heizkörper verbirgt. Mit dem Begriff „kalt“ und Heizung kann wohl im Winter jeder Hörer etwas anfangen und so bekommt das Hörspiel-hören auf dem heimelichen Sofa plötzlich eine neue Dimension.

Während die kalten Töne das Hörspiel dominieren, wird die Party der Schönen und Reichen auf Parkers Jacht mit 70er-Jahre-Porno-Musik unterlegt. Diese verleiht dem Ganzen eine etwas softere und dumpfere Atmosphäre. Die Figuren werden alle überzeichnet und überdreht gesprochen, auch ihr Handeln passt zu dieser Atmosphäre. Hier dreht sich alles um Party und Sex. Auch Hunter scheint von dieser erotischen Stimmung angeheizt (Achtung: Spoiler!), schlüpft er doch zu Valiora in die Dusche. Eine meiner Meinung nach sehr gelungene „Bettszene“, da sie genauso viel andeutet, dass der Hörer sich den Rest denken kann und akustisch nicht zu viel gestöhnt wird.

 

In dieser Folge liegt der Fokus stark auf den Ereignissen auf der Jacht, die Geschichte um Mackandal findet aber auch ihr vorläufiges Ende. Chief Sullivan und Donald Chapman kommen eigentlich erst als die Videoaufzeichnung zu Ende ist, wieder zu Wort. Die Sprecher machen wie immer einen sehr guten Job. Allen voran Stefan Krause als Olivaro, der mit seiner süffisanten und ruhigen Sprechweise immer wieder Abscheu und Gänsehaut erzeugt.

 

Das Hörspiel endet mit einer merkwürdigen, fast traumartigen Szenerie, bei der man sich nicht sicher ist, ob die Geschehnisse wirklich passieren. Man hört Hunter schwer und blechernd atmen, im Hintergrund plätschert das Wasser, alles ist mit Hall unterlegt. Eine unheimliche Spannung erfasst einen und macht Appetit auf die nächste Folge. Die Jagd geht weiter.

 

Unsere Bewertung:

 

Sprecher : 

Story: 

Aufbau: 

Atmosphäre: 

 

13 Sterne = gut gelungen

Cover: © Folgenreich

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