Dorian Hunter 17: Das Dämonenauge
Written by Mareike Möller |
 
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Dorian Hunter (Thomas Schmuckert), Jeff Parker (Andreas von der Meden) und Valiora (Daniela Hoffmann) reisen zusammen nach Haiti, um dort auf „dem Feld der Toten“, das Pfand, welches Asmodi alias Mackandal Valiora als Zeichen seiner Liebe vor Jahren gegeben hat, zu zerstören. Hunter will so den letzten Dämon und das Oberhaupt der schwarzen Familie vernichten, die einst Schuld an der Zerstörung des geistigen Zustandes seiner Frau waren. Während der gemeinsamen Reise nach Haiti berichtet Valiora Hunter Mackandals ganze Geschichte. Sie erzählt ihm davon, wie Asmodi die besondere Gabe des kleinen Sklavenjungen entdeckt und ihm seine Macht gelehrt und ihn später verraten hat, wie Mackandal nach Saint Domingue kam, um von Mama-Loi Jorubinia (Luise Lunow) die Geheimnisse des Voodoo zu erlernen, wie Valiora sich in ihn verliebt und ihn aus Liebe von den Toten zurück geholt hat und ihm damit die Macht gab, Asmodi, den Ersten zu töten und seine Stelle einzunehmen. Sie berichtet weiter, dass Mackandal versucht habe Mama-Loi zu töten, dass es ihm aber nicht gelungen und sie nun im Besitz des Pfands, ein Auge Mackandals, sei.

 

Man hätte an dieser Stelle vielleicht eine Spoiler-Warnung hinzufügen können, aber wie Marco Göllner bereits im Booklet der CD geschrieben hat, geht es in dieser Serie weniger um das „Was?“, sondern vielmehr um das „Wie?“. Dem aufmerksamen Hörer der Serie mag es unmissverständlich sein, dass Hunter nicht sterben wird (Folge 18 erscheint am 25. Mai 2012!) und es für Asmodi finster aussehen dürfte.

In „Das Dämonenauge“ gibt es, ebenso wie bereits in den letzten Folgen, zahlreiche Orts-, und Zeitwechsel. So wird zwischen Dorian Hunters Villa in London, in der sich Phillip, Miss Pickford, Coco Zamis, Donald Chapman und Chief Sullivan befinden, dem Reisenden Hunter, Parker und Valiora sowie Asmodi auf Haiti und Asmodi, dem Ersten ständig hin und her gewechselt. Manchmal muss man sich als Hörer nach dem Szenenwechsel erst einmal wieder neu orientieren, aber meistens funktioniert der Übergang reibungslos.

 

Rückblenden werden klug mit dem akustischen Signal einer Rückspultaste eingeleitet. Im Stil der Stummfilm-Ästhetik der 20er Jahre gestaltet Marco Göllner die Szene, in der Asmodi Mama-Loi Jorubinia tötet.

Sie ist dumpfer als die vorherigen, leicht verzerrt und man hört das Kratzen eines Plattenspielers sowie klassische Musik der alten Schwarz-Weiß-Filme. Warum diese Hörspielszene in schwarz-weiß gezeigt werden musste, bleibt zwar im Dunkeln, aber ein akustisches Highlight dieser Folge ist sie allemal.

Die Sprecher tragen abermals durch den sehr guten Einsatz ihrer Stimmen zu der atmosphärischen Dichte des Hörspiels bei. Tim Kreuer als Phillip Hayward kann in dieser Folge durch längere Sprecherparts glänzen.

Das Hörspielfinale des Asmodi-Zyklus ist gefüllt mit jeder Menge Inhalt. Phillip schafft es mit Hilfe von Olivaro (Stefan Krause) Kontakt zu Hunter aufzunehmen und ihn vor Asmodis Hinterhalt zu warnen. Durch eine kleine kluge Tat, schafft es Hunter am Ende ohne großen Knalleffekt sein Ziel zu erreichen und Asmodi zu vernichten. Nun bleibt es abzuwarten, welche Gefahren und Herausforderungen Hunter sich in den kommenden Folgen stellen muss.

 

Unsere Bewertung:

 

Sprecher : 

Story:

Aufbau:

Atmosphäre: 

 

17 Sterne = hervorragend

Cover: © Folgenreich

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