Offenbarung 23: Totale Vernichtung (43)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Ich selbst war immer der Meinung, dass die Serie damals mit die Hörspielserie mit den stärksten Qualitätsschwankungen (was die Story und die Kurzweiligkeit angeht) war, aber das muss nun ja nicht mehr der Fall sein. Die erste Folge seit Wiedererscheinen hat mich persönlich zwar noch nicht vollends überzeugt, aber ich blicke dennoch weiterhin erwartungsvoll und hochgespannt den kommenden Episoden entgegen … also warten wir ab, was die 43ste Folge zu bieten hat.

 

Zu meinem Erstaunen stelle ich zu Beginn der Folge erst einmal fest, das die Thematik aus der Vorgängerfolge mit keinem Wort mehr aufgegriffen wird, obwohl deren Schluss mir doch außerordentlich abrupt erschien. Aber wer weiß, vielleicht wird die Geschichte um das Plutonium ja zu einem späterem Zeitpunkt noch einmal aufgegriffen werden. In der vorliegenden Folge geht es jedenfalls um ein anderes Thema: Die große Brandkatatrophe im Montblanc-Tunnel Ende der Neunzigerjahre. Der Start gelingt auf ganzer Linie und wir hören eine packende Nachstellung der Ereignisse im Tunnel.

Die anschließdende Ansprache von Helmut Krauss sowie seine Worte am Ende der Folge überzeugen mich inhaltlich dagegen weniger und passen, wie ich finde, nicht harmonisch in den übrigen Handlungsstrang der Folge. Nach dem Rückblick zu den Geschehnissen bei der Katastrophe stoßen wir zu Georg in Begleitung der „bezaubernden“ Nolo sowie Amman Sachs und Agentin Sterling (beide vom Schweizerischen Strategischen Nachrichtendienst). Was Nolo in diesem Moment bei der Gesellschaft verloren hat, erschließt sich mir persönlich nicht. In gewohnter Offenbarung 23-Manier wird nun im weiteren Verlauf das Geheimnis rund um den Brand mehr und mehr gelüftet. Dabei bedient man sich einem Mix aus Action-Sequenzen und Enthüllungs-Dialogen. Alles in allem würde ich sagen, dass die Folge vom Grundgerüst der Geschichte unterhaltsam und spannend ist.

Aber ein paar Abstriche muss man meiner Meinung nach dann doch machen: Zum einen ist die Handlung der Hauptcharaktäre nicht ganz nachvollziehbar, kaum ist man einer tödlichen Falle entkommen, tritt man in den nächsten Fettnapf (da kann ich Agentin Starling nur recht geben … „wirklich dämlich“). Auch Georgs Zahlenjongliererei bei der „Entschlüsselung“ des Montblanc-Unglücks wirkte auf mich etwas gewollt, kein Wunder, dass solche Szenen in Verballhornungen gerne aufgegriffen werden. Das Ende, in dem der Schuldige mit den Vorwürfen konfrontiert wird, war mir dann viel zu knapp und sehr unspektakulär.

 

Von der Sprecherleistung kann man bei den Hauptcharaktären eigentlich kaum meckern, allenfalls Uve Teschner in der Rolle des Amman Sachs überzeugt mich da nicht vollends, den Agenten vom Geheimdienst kaufe ich ihm jedenfalls nicht wirklich ab. In den Nebenrollen sieht es da zuweilen schon etwas mauer aus, die Leistung von Peter Weis ging meiner Meinung nach „mal überhaupt nicht“ … selten habe ich eine weniger überzeugende Darbietung gehört, wobei man von Weis ja eigentlich solide Leistungen gewohnt ist. Auch mit Xavier Naidoo werde ich mich wohl nur schwer anfreunden können, aber mit Torsten Michaelis, der die Rolle des Tupac vorher inne hatte, liegt die Messlatte auch mächtig hoch. Was Effekte und Musik angeht, umschreibt „Top“ die Gesamtheit dieser Komponenten eigentlich recht gut. Von den Musikstücken her wirkt das Ganze vielleicht auch etwas ausgewogener als in den früheren Folgen.

Alles in allem kann man sagen, dass man hier eine gute Folge abgeliefert hat, die allerdings wegen der oben angesprochenen kleinen Mäkeln auch noch Luft nach oben hat. Dennoch macht die „Totale Vernichtung“ Lust auf mehr und ich blicke gespannt der nächsten Folge entgegen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story:

Aufbau: 

Atmosphäre:

15 Sterne = gut gelungen

Cover: © High Score Music

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