Offenbarung 23: Die Zahl des Tieres (44)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Die Folge beginnt erst einmal sehr verwirrend und wir begleiten T-Rex durch einen, ihn immer wieder aufs neue heimsuchenden, Alptraum, der auf „Alice im Wunderland“ basiert. Und diese Szene ist, wie gesagt, sehr verworren, so dass es sich lohnt diesen Track mehr als einmal anzuhören. Im weiteren Verlauf wird dann erst nach und nach klar, was eigentlich das Kernthema dieser Folge ist und da hat man sich ein sehr heikles Thema ausgesucht. Es geht um den Prozess und letztendlich auch um die Taten rund um den Serienmörder und Sexualstraftäter Marc Dutroux. War er wirklich ein Einzeltäter oder vielleicht doch ein „Dienstleister“ für höhere Kreise, der diese mit entsprechendem „Material“ versorgte? Warum sind so viele der Zeugen verschwunden bzw. umgekommen und was ist mit den Beweismitteln, die angeblich in irgendwelchen Archiven der Staatsanwaltschaft existieren sollen und die totgeschwiegen werden?

Fragen über Fragen und, wenn man mich fragt, eine Verschwörungstheorie nach Maß, die uns tief den Pfuhl rund um Perversionen und Pädophilie hinabzieht. Aber was hat Georg mit der ganzen Sache zu tun? Im Laufe der Geschichte wird immer klarer, dass auch er eine Bekanntschaft der unangenehmen Art gemacht zu haben scheint, die natürlich auch Auslöser für seine Alpträume ist. Auf die richtige Spur wird T-Rex, der immernoch in Begleitung von Nolo ist, von einem der berühmt-berüchtigten Hinweise Trons gebracht. Versteht sich von selbst, dass auch wieder Ian G. und Agentin Starling mit von der Partie sind und natürlich geht auch das muntere Geheimdienstwechseldich bei den beiden weiter. Zum Abschluss erhält der Hörer dann nochmal eine Kostprobe davon, was sich bei so einer dieser perversen „Gesellschaften“ abspielt … starker Tobak!

 

Beleuchten wir nun erst einmal noch das Handwerkliche: Von dieser Seite gibt es, wie meistens, wieder kaum etwas auszusetzen. Sprecher sind wir immer top besetzt und auch was Ton und Effekte angeht, gibt es nichts zu meckern. Die Musik hält sich dieses Mal vornehm zurück und wirkt eher etwas unscheinbar, was allerdings auch nicht weiter stört. Storytechnisch hat mich die vorliegende Folge fast auf ganzer Linie überzeugt. Fast? Ja, die grundlegende Verschwörungstheorie rund um Marc Dutroux ist wirklich spannend und mitreißend. Was mich ein wenig gestört hat, war wieder Georgs Zahlenjonglierei, die doch etwas sehr gewollt wirkt. Da ist ne Sechs, und hier Eins und Fünf ergibt wieder Sechs, und Vier und Zwei auch! … Naja, das kann man sich eben immer so zurecht spinnen wie man mag, ich kann Nolo nur recht geben, die das als „Zahlen Kabbalah Ballaballa“ abtut. Auch die Geheimdienstspringerei nervt mich etwas, da sind wir dieses Mal wieder in der amerikanischen Botschaft, nächstes Mal dann vielleicht wieder bei den Russen? Ich finde das eher ermüdend als überzeugend. Gut finde ich dagegen, dass man dieses Mal auch wieder eine Verbindung zu den beiden vorangegangenen Folgen herstellt, das habe ich beim Übergang von der vorletzten zur letzten Episode etwas vermisst.

Man kann also sagen, die Verschwörunstheorie, die dieser Folge zu Grunde liegt, überzeugt auf ganzer Linie. Das Storygerüst rund um T-Rex weiß mich dagegen noch nicht wirklich zu fesseln. Technisch, ansonsten wieder auf hohem Niveau. Seit Neustart der Serie wohl die bisher beste Folge und auch im Gesamtgefüge der Offenbarung 23 eine der besseren. Fans der Serie und Freunde von Verschwörungstheorien an sich können jedenfalls bedenkenlos zugreifen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher : 

Story:

Aufbau: 

Atmosphäre:

16 Sterne = hervorragend

Cover: © High Score Music

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